Finale des Eurovision Song Contest läuft - Proteste vor der Halle

Die Proteste gegen Israels Teilnahme am Eurovision Song Contest (ESC) haben auch das Finale des Musikwettbewerbs erreicht. Beim Auftritt der israelischen Starterin Eden Golan kam es zu vielen Buhrufen im Publikum. (Tobias SCHWARZ)
Die Proteste gegen Israels Teilnahme am Eurovision Song Contest (ESC) haben auch das Finale des Musikwettbewerbs erreicht. Beim Auftritt der israelischen Starterin Eden Golan kam es zu vielen Buhrufen im Publikum. (Tobias SCHWARZ)

Die Proteste gegen Israels Teilnahme am Eurovision Song Contest (ESC) haben auch das Finale des Musikwettbewerbs erreicht. Beim Auftritt der israelischen Starterin Eden Golan kam es zu vielen Buhrufen im Publikum, wie Zuschauer der Nachrichtenagentur AFP aus der Malmö Arena berichteten. Einige verließen auch aus Protest während des Auftritts die Halle. Schon beim Einzug der Länder gab es Buhrufe und Pfiffe gegen Israel.

Die Teilnahme Israels ist wegen des Vorgehens der israelischen Regierung im Gazastreifen umstritten. Am Rande des ESC forderten tausende Menschen bei pro-palästinensischen Demonstrationen wiederholt den Ausschluss Israels. Auch unmittelbar vor Beginn des Finales kam es vor der Malmö Arena zu Protesten. Die Demonstranten riefen den Zuschauern auf dem Weg in die Halle "Shame on you", schämt euch, zu. Unter den Protestierenden war die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, sie wurde von der Polizei weggeführt.

Beim ESC-Finale ist auch die schwedische Kronprinzessin Victoria im Publikum. In einer eingespielten Videobotschaft wünschte die Thronfolgerin allen Teilnehmern viel Glück für das Finale. Nachdem wenige Stunden vor Beginn des Wettbewerbs der als Mitfavorit geltende Niederländer Joost Klein wegen eines nicht näher benannten Zwischenfalls mit einer Mitarbeiterin des ESC ausgeschlossen wurde, treten 25 Länder gegeneinander an.

Der Musikwettbewerb ist der am meisten beachtete Musikwettbewerb der Welt, er wird in diesem Jahr zum 68. Mal ausgetragen. Als Favorit gilt der kroatische Starter Baby Lasagna, aber auch der Israelin Eden Golan werden sehr gute Chancen zugerechnet. Der deutsche Starter Isaak lieferte als dritter Starter des Wettbewerbs einen sehr starken Auftritt. In den Wettbüros werden Isaak allerdings keine Chancen auf eine vordere Platzierung zugerechnet.

ran/kbh