Schüsse auf orthodoxen Priester in Lyon waren offenbar eine Beziehungstat

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Bei den Schüssen auf einen griechisch-orthodoxen Priester in der französischen Stadt Lyon hat es sich offenbar um eine Beziehungstat gehandelt. Ein 40-Jähriger, der ursprünglich aus Georgien stammt, habe gestanden, dass er aus Rache auf den Geistlichen geschossen und ihn dadurch schwer verletzt habe, berichtete die Zeitung "Le Parisien" unter Berufung auf eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Die Frau des Mannes habe eine Affäre mit dem Priester gehabt.

Der mutmaßliche Täter war am Freitag in Lyon festgenommen worden. Er soll aus nächster Nähe zwei Mal auf den 52-jährigen Priester geschossen haben, vermutlich mit einer abgesägten Schrotflinte. Der Geistliche erlitt schwere Verletzungen. Am Mittwoch wachte er aber aus seinem Koma auf und konnte den Ermittlern sagen, wer auf ihn geschossen hatte.

Der Angriff auf den christlichen Geistlichen hatte besonders großes Aufsehen erregt, weil nur zwei Tage zuvor ein mutmaßlicher Islamist drei Gläubige in einer Kirche im südfranzösischen Nizza ermordet hatte. Die Ermittler in Lyon machten aber schnell deutlich, dass sie nicht von einem terroristischen Hintergrund der Tat ausgehen.

yb/hg