Schalke verliert auch beim Bayern-Jäger Frankfurt

Schlusslicht Schalke 04 taumelt im neuen Jahr weiter ungebremst dem direkten Wiederabstieg entgegen. Beim Champions-League-Achtelfinalisten und neuen Bayern-Jäger Eintracht Frankfurt verlor die Mannschaft von Trainer Thomas Reis mit 0:3 (0:1) und stellte durch die 36. Partie in Folge ohne Auswärtssieg einen unrühmlichen Bundesliga-Negativrekord auf.

Jesper Lindström (22.) mit einem Treffer nach sehenswertem Sololauf, Rafael Borre (84.) und Aurelio Buta (90.+1) schossen die lange glanzlosen Frankfurter dagegen hinter Bayern München auf Platz zwei - und die Knappen tiefer in die Krise. Die Schalker, die auch im ersten Spiel nach der WM-Pause fehlende Qualität nicht mit Einsatz kompensieren konnten, benötigen bei der Mission Klassenerhalt eine perfekte Rückrunde.

Viele Verletzungen, schmerzhafte Abgänge und enttäuschende Testspiele – schon vor der Partie hatte wenig für Schalke gesprochen. Dennoch kündigte Reis selbstbewusst an, Königsblau gehe "euphorisch in die Liga rein. Wir haben ja nichts zu verlieren".

Zunächst entwickelte sich das Geschehen aber so, wie es vielen Königsblauen bereits aus dem Vorjahr bekannt gewesen sein dürfte. Die Knappen mühten sich, doch in vielen Bereichen fehlte die Klasse. Aus einer kompakten Defensive kombinierte sich Schalke zwar einige Male nach vorne, echte Torchancen blieben aber aus.

Eiskalt schlugen dagegen die Frankfurter zu, die etwas Anlaufzeit benötigten. Nach Lindströms tollem Solo wirkte die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner befreiter, knüpfte aber insgesamt noch nicht an die starken Leistungen aus dem Vorjahr an. Im Mittelpunkt stand dennoch auch immer wieder der französische WM-Finalist Randal Kolo Muani.

Auf den Rückstand folgte eine gute Reaktion der Schalker, die mit Defensiv-Neuzugang Jere Uronen gestartet waren und am Freitag Angreifer Michael Frey ausgeliehen hatten. Mit Pfostentreffern von Simon Terodde (28.) und Soichiro Kozuki (32.) meldeten sich die Gäste zurück, ließen bis zur Pause aber wieder nach.

Auch die SGE glänzte keineswegs, die Qualität der Turbooffensive um den etwas unauffälligeren Mario Götze blitzte jedoch vereinzelt auf - eine klarere Führung sprang dadurch allerdings zunächst nicht heraus. Als die Frankfurter Fans bereits von der Meisterschaft sangen, vergab Junior Dina Ebimbe (51.) die beste Chance nach der Pause.

Und so blieben die Schalker lange im Spiel und wehrten sich mit ihren eingeschränkten Möglichkeiten gegen die drohende Niederlage. Bis auf Teroddes Kopfball (54.) spielte sich der Tabellenletzte im zweiten Durchgang aber kaum ernsthafte Abschlüsse heraus.