Scharapowa nach Sieg: «Keine Trophäen auf Silbertablett»

Maria Scharapowa jubelt im Match gegen Roberta Vinci. Foto: Daniel Maurer

Nach ihrer geglückten Rückkehr auf die Tennis-Tour wollte sich Maria Scharapowa in die Debatte um ihre umstrittene Wildcard nicht groß einmischen.

«Ich bekomme keine Trophäen auf dem Silbertablett, ich muss immer noch Spiele gewinnen», sagte die 30 Jahre alte Russin, die am Mittwoch nach Ablauf ihrer Dopingsperre erstmals wieder antreten durfte.

Bei einem höflichen Empfang des Publikums beim WTA-Event in Stuttgart zog Scharapowa mit einem 7:5, 6:3 gegen Roberta Vinci aus Italien in die zweite Runde ein und hat heute im Achtelfinale die Chance, mit einem Sieg über ihre Landsfrau Jekaterina Makarowa das Viertelfinale zu erreichen.

Bei den Australian Open 2016 war die ehemalige Weltranglisten-Erste positiv auf Meldonium getestet worden. Dass sie von den Turnierdirektoren in Stuttgart eine Wildcard bekommen hat und damit bei ihrer Rückkehr trotz des Dopingfalls unterstützt wurde, wurde von einigen Profis kritisiert. «Es ist mein Job, meine Leistung auf dem Platz zu bringen. Ich kann nicht kontrollieren, was die Leute reden.»

Am Mittwoch zeigte die dreimalige Turniersiegerin von Stuttgart trotz ihrer 15 Monate langen Dopingsperre auf Anhieb eine Leistung, die an ihre gewohnte Form erinnerte. Nach einem 0:2 im ersten Satz fand sie immer mehr zu ihrem druckvollen Spiel. Mit ihren gewaltigen Grundlinienschlägen, 24 Winnern und 11 Assen kam der Topstar im zweiten Satz nicht mehr in Bedrängnis.

2012, 2013 und 2014 hatte Scharapowa die Sandplatz-Veranstaltung gewonnen. «Welcome back Maria», stand auf einem der vereinzelten Banner. «Sie hat gewonnen, sie ist glücklich, ich bin wirklich traurig», fasste die frühere US-Open-Finalistin Vinci zusammen. «Sie hat auf einem hohen Niveau gespielt.»

Während ihrer Abwesenheit in der Tennis-Szene habe sie das Leben abseits des Sports genossen, berichtete Scharapowa. «Ich wusste nicht, wann ich zurück sein werde, und ich wollte andere Sachen machen», sagte die einstige Weltranglisten-Erste. «Ich bin ein bisschen zur Uni gegangen, habe ein bisschen gearbeitet und mich um meine Geschäfte gekümmert. Ich hatte ein ziemlich normales Leben.» Am Mittwoch hat für sie ein neues Kapitel in ihrem Tennis-Leben begonnen.

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