Scharfe Kritik an Kiew: Putin bezeichnet Ukraine-Einsatz als Strafe

Scharfe Kritik an Kiew: Putin bezeichnet Ukraine-Einsatz als Strafe

Kurz vor dem Gipfeltreffen in Minsk, an dem nicht nur Wladimir Putin und Petro Poroschenko, sondern auch Angela Merkel und Francois Hollande teilnehmen werden, wetterte der russische Präsident einmal mehr gegen die Ukraine. In einem Interview mit der ägyptischen Zeitung "Al-Ahram" manifestierte er, dass der Konflikt nicht von Russland gestartet worden sei. Viel mehr sei er als Antwort auf die Handlungen der westlichen Staaten zu sehen, die immer weiter ihre Grenzen ausweiten und dabei die russischen Interessen ignorieren würden.

So seien es auch die USA und einige der EU-Mitgliedsstaaten gewesen, die "den Staatsstreich in Kiew" unterstützt hätten. Ultraradikale Nationalisten hätten das Land an den Rand des Zusammenbruchs geführt und mithilfe militärischer Gewalt einen "Bruderkrieg" angezettelt. "Wir sind natürlich sehr besorgt", so Putin über das steigende Waffenaufgebot in der Ukraine. Russland hoffe nach wie vor auf ein "umfassendes und friedliches Ende der Ukraine-Krise im Zuge der Minsk-Zusammenkunft", versicherte Putin in dem Interview weiter.

Der russische Präsident hofft auf einen sofortigen Waffenstillstand des Einsatzes, den er als "strafende Operation im Südosten der Ukraine" begonnen hat. Der wirtschaftliche Druck aus Kiew erschwere den Alltag der Bürger und würde über kurz oder lang in einer totalen Katastrophe enden, so die Befürchtungen von Wladimir Putin.

Ob es zu einer friedlichen Übereinkunft zwischen Russland und der Ukraine kommen wird, zeigt sich am kommenden Mittwoch in Minsk.

Bild Copyright: Reuters

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