Schauspieler Herbert Köfer stirbt mit 100 Jahren

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Herbert Köfer galt als der älteste aktive Schauspieler Deutschlands. Nun ist der gebürtige Berliner im Alter von 100 Jahren gestorben.

Er war Deutschlands ältester aktiver Schauspieler: Herbert Köfer ist im Alter von 100 Jahren gestorben. (Bild: 2018 Tristar Media/Getty Images)
Herbert Köfer ist verstoben. (Bild: 2018 Tristar Media/Getty Images)

Er war der älteste aktive Schauspieler Deutschlands: Rund 80 Jahre lang stand Herbert Köfer auf der Bühne und vor der Kamera. Am Samstag ist Köfer im Alter von 100 Jahren gestorben. Er hinterlässt seine dritte, 40 Jahre jüngere Ehefrau Heike sowie vier Kinder.

Herbert Köfer wurde am 27. Februar 1921 in Berlin geboren. Nach der Mittleren Reife begann er zunächst eine Kaufmannslehre, ehe er sich der Schauspielerei zuwandte. In der Spielzeit 1940/41 übernahm er in dem historischen Schauspiel "Katte" von Hermann Burte die Rolle des Kronprinz Friedrich an einem Stadttheater. Wenig später wurde er als Soldat eingezogen, im Dienst verwundet und gefangen genommen.

"Nur noch diesen einen Film"

Nach dem Krieg kehrte ans Theater zurück: In Berlin spielte er Klassiker wie "Iphigenie", ehe er sich dem Fernsehen zuwandte: Am 21. Dezember 1952 war Köfer der erste Sprecher der Nachrichtensendung "Aktuelle Kamera" im DDR-Fernsehen. Seine wohl bekannteste Rolle spielte er in der DDR-Fernsehserie "Rentner haben niemals Zeit" (1978-1979): Über 20 Folgen schlüpfte er hier in die Rolle von Opa Paul Schmidt. Außerdem war er in zahlreichen Filmen wie "Nackt unter Wölfen" (1963) zu sehen sowie vereinzelt als Synchronsprecher zu hören.

Im Jahr 1991 moderierte Köfer die letzte Silvestergala, ehe das DDR-Fernsehen nach der Wiedervereinigung eingestellt wurde. Nach der Wende war Köfer zwar weiterhin als Schauspieler aktiv, allerdings vorwiegend in kleineren Serien-Gastrollen wie in "In aller Freundschaft", "SOKO Leipzig" und "Ein starkes Team" zu sehen. Im Herbst dieses Jahres hätte er für einen neuen Film der Horst-Krause-Reihe vor der Kamera stehen sollen: Mario Behnke, der viele Veranstaltungen für Köfer organisiert hatte, verriet gegenüber "Bild": "Er sagte mir, dass er nur noch diesen einen Film machen möchte, mit dem er sich als Schauspieler verabschieden will."

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