Schauspieler Idris Elba setzt sich in Davos für Kleinbauern in Afrika ein

Schauspieler Idris Elba setzt sich beim Weltwirtschaftsforum in Davos für Kleinbauern in Afrika ein. "Was mich antreibt, ist die Ungerechtigkeit, dass die halbe Welt isst und die halbe Welt nicht isst", sagte der Brite am Rande des Treffens der Nachrichtenagentur AFP. Genauso ungerechnet sei, dass "die halbe Welt unserem Planeten erheblichen Schaden zufügt" und die andere Hälfte, die fast nichts zum Klimawandel beigetragen habe, "am meisten unter diesem Schaden leidet".

Elba und seine Frau Sabrina Dhowre Elba sind schon seit Jahren "Botschafter des guten Willens" für den UN-Hilfsfonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD). Zur Bekämpfung der Armut in ländlichen Gebieten vergibt der Fonds vor allem günstige Kredite an Entwicklungsländer.

Am Montagabend wurden Elba und seine Frau für ihr Engagement mit dem Crystal Award des Weltwirtschaftsforums ausgezeichnet. Dhowre Elba, ein somalisch-kanadisches Model, findet, dass schon viel erreicht wurde. "Die Menschen hören zu, die Regierungen tun mehr, aber nicht genug", sagte sie AFP. "Deshalb sind wir hier und klopfen weiter an Türem. Weil wir zwei Mal, drei Mal, vier Mal, fünf Mal so viel tun müssen, weil der Bedarf da ist", fügte sie hinzu.

Als Elba vor neun Jahren schon einmal beim Weltwirtschaftsforum war, legte er als DJ bei einer Party mit R&B-Superstar Mary J. Blige auf. Damals sei seine Botschaft gewesen: "Habt eine gute Zeit, Leute", sagte Elba. Es seien zwar einige "sehr, sehr interessante Leute" im Publikum gewesen, aber als UN-Botschafter trage er mittlerweile auch selbst "viel mehr" Verantwortung.

mid/cp