Schauspielerin: Cornelia Gröschel - "Ich habe mich freigespielt"

Die Schauspielerin Cornelia Gröschel über Perfektionismus – und wie man ihn los wird.

Kurz vor 10 Uhr klingelt das Handy. Es ist Cornelia Gröschel. Sie steht vorm Café "Nola's" am Weinbergsweg, wo man in zehn Minuten verabredet ist. Das Lokal hat zu, ob man woandershin gehen solle? Diese kleine Anekdote sagt viel über die 29-Jährige aus, die eine ganz untypische Aktrice ist.

"Das Organisierte gefällt mir", erklärt sie im Café "Nola's", das Punkt 10 Uhr die Türen aufgesperrt hat. Für einige Zeit hat sie sogar die Steuererklärung ihrer Kollegen gemacht. Seit sie zehn Jahre alt ist, steht die gebürtige Leipzigerin vor der Kamera, dreht seitdem mindestens einen Film pro Jahr. Von "Heidi" über "Lerchenberg" bis "Der Staat gegen Fritz Bauer". Demnächst spielt sie in dem ZDF-Dreiteiler "Honigfrauen" (23.4./30.4./7.5., 20.15 Uhr) neben Sonja Gerhardt, Anja Kling und Götz Schubert. In dem Coming-of-Age-Film geht es um zwei junge Frauen, die zu DDR-Zeiten ihre erste Reise an den Balaton machen und dort verdächtigt werden, fliehen zu wollen.

Das Drehbuch hat sie mit ihrer Familie besprochen. "Ich habe meiner Mama viele Fragen gestellt: Ob sie auch am Balaton waren? Ob sie tatsächlich keinen West-Kontakt hatte? Und ob es wirklich so schlimm war?", erzählt sie. Ihre Verbesserungsvorschläge haben sich mit denen von Kling und Schubert gedeckt, "denn meine Mama hat gesagt, dass sie das Wort 'Klassenfeind' nicht benutzt hat. Was sie aber bestätigt hat, ist, dass man mit Mitte 20 tatsächlich noch nie jemanden aus dem Westen getroffen haben konnte."

Cornelia Gröschel ist in einer K...

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