Schiller-Gymnasium: Schulwege per Rad in Sülz sind gefährlich

Am Schiller-Gymnasium wurden nun mehr Radnadeln augestellt.

Kaum sind die neuen Fahrradständer aufgestellt, sind auch schon die ersten Drahtesel daran angekettet. 19 neue Radnadeln hat die Stadtverwaltung auf dem Bürgersteig an beiden Seiten der Lotharstraße angebracht. Sie sind ein Tropfen auf den heißen Stein – aber auch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es gilt, einer großen Menge wild geparkter Räder Herr zu werden.

„Hier herrschte totales Chaos“, beschreibt Hans Roder vom Team des Fahrradbeauftragten der Stadt. An die 80 Räder würden jeden Tag in Nähe des Gebäudes der ehemaligen Strohhutfabrik geparkt, irgendwo an Zäunen und Straßenschildern festgekettet oder einfach nur so auf dem Gehweg abgestellt.

Die wenigen Radständer, die es bereits gab, waren jeden Morgen im Nu belegt. Die Bezirksvertretung Lindenthal hat deswegen vor einigen Monaten die Verwaltung beauftragt, an der Lotharstraße weitere Ständer zum Abstellen von Fahrrädern anzubringen.

Schiller-Gymnasium hat mittlerweile mehr Klassen

Die dringend benötigten Radnadeln stellten die Bezirkspolitiker, die Schulleitung des Schiller-Gymnasiums und Hans Roder nun feierlich vor. Schülersprecherin Lina Lehmann durchschnitt ein rotes Band, das zwischen zwei Radständern gespannt war.

Der Schulbetrieb ist ein Grund für den stark gestiegenen Bedarf an Radparkplätzen in der Lotharstraße. Das Hauptgebäude des Schiller-Gymnasiums befindet sich zwar an der Nikolausstraße, die Schule nutzt aber seit einem Jahr einen Teil der Räume im alten Gebäude der Strohhutfabrik für den Oberstufenunterricht.

Seitdem hat die Schule fünf sogenannte Vorbereitungsklassen unter ihren Fittichen, in denen zugewanderte Kinder zwei Jahre lang unterrichtet und besonders sprachlich gefördert werden.

Schüler steigen von der Bahn aufs Rad um

Wegen der zusätzlichen Klassen benötigt das Gymnasium zusätzlichen Platz. Weil das Fabrikgebäude ein Stück von der Schule entfernt liegt und die Schüler der Vorbereitungsklassen am Hauptstandort besser integriert sind, entschied die Schulleitung, dass die Oberstufenschüler, die sich sowieso schon freier in der Stadt bewegen als die jüngeren Gymnasiasten, dort lernen sollen.

Nun pilgern täglich Jungen und Mädchen der Jahrgangsstufen elf und zwölf sowie ihre Lehrer in die Lotharstraße – gerne mit dem Rad, wie Lina Lehmann bestätigt: „Viele Schüler, die um den Hermeskeiler Platz herum wohnen und sonst mit der Linie 9 zur Schule fahren, kommen mit dem Fahrrad, weil die Bahnhaltestelle recht weit entfernt ist.“ Bereits morgens seien alle Fahrradständer belegt. Pkw-Stellplätze mussten für die neuen Ständer bislang nicht weichen. Allerdings seien noch weitere Radständer geplant, sagt Moder. Wo sie aufgestellt werden, steht noch nicht genau fest.

„Weyertal“ sei Gefahrenzone

Die Schulleitung des Schiller-Gymnasiums sieht noch weiteren Handlungsbedarf, was den Radverkehr im Viertel betrifft: „Es gibt für uns als Veedelsschule ein Riesenproblem“, sagt Schulleiterin Anni Schulz-Krause. „Es fehlen Radwege auf der Luxemburger, der Berrenrather und der Zülpicher Straße. Viele unserer Schüler kommen aber mit dem Rad.“ Ihr Schulweg sei gefährlich, betont Schulz-Krause. „Wir sind da sensibel. Vor Jahren ist eine unserer Schülerinnen bei einem Unfall mit dem Rad ums Leben gekommen. Auch eine Schülerin unserer Nachbarschule, des Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasiums, ist tödlich verunglückt.“

Der stellvertretende Schulleiter Georg Scheferhoff hat einen Vorschlag: „Man könnte doch das Weyertal für den Autoverkehr sperren.“

Die Straße liegt direkt vor dem Schiller- und dem Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium. Extrem viele Schüler würden sie täglich mit dem Rad überqueren. „Die Autos fahren dort aber sehr schnell“, sagt Scheferhoff. „Das ist eine Gefahrenzone.“...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen