„Schlachtfeld der Zukunft“: Über 280.000 Cyber-Attacken auf Bundeswehr verübt

Neue „IT-Soldaten“ sollen solche Angriffe abwehren.

Der Gedanke ist gleich mehrfach beunruhigend: Die Bundeswehr könnte in Europa eine Vorreiterrolle übernehmen, wenn es darum geht digitale Hacker-Angriffe abzuwehren. Das regte die Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, Katrin Suder, am Montag in Berlin an.

Das Beunruhigende an der Vorstellung, die deutsche Armee sei in Europa die bestgewappnete für das „Schlachtfeld der Zukunft“, zu dem Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) das Internet gerade wieder erklärt: Erstens, die Bundeswehr hat einigen Nachholbedarf – und zweitens, von „Zukunft“ kann keine Rede mehr sein.

284.000 Cyber-Attaken auf die Bundeswehr

Denn die Cyber-Angriffe laufen längst, auch auf die Bundeswehr. Allein in den ersten neun Wochen dieses Jahres seien deren Rechner mehr als 284.000 Mal Ziel solcher Attacken gewesen, heißt es von der Bundeswehr. „Cyber-Angriffe auf Staaten und kritische Infrastrukturen sind schon lange keine Fiktion mehr, sondern Realität“, heißt es in dem 50-seitigen Abschlussbericht des Ministeriums zur Vorbereitung einer eigenen Informatiker-Einheit.

Von der Leyen hatte die neue militärische Organisationseinheit vor zwei Jahren angekündigt, damit die Cyberkompetenz der Bundeswehr gebündelt werden kann. An diesem Mittwoch wird sie nun in Bonn in den Dienst gestellt: 13.500 „IT-Soldaten“ – die sogar Uniform tragen sollen, ein marineblaues Barett – sowie zivile Mitarbeiter sollen künftig Waffensysteme und Computernetze...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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