Schlager-Karriere von Detlef Steves endet in Tränen: "Ich kann es nicht aushalten"

"Es tobt seit Langem ein Krieg in mir. Den kann ich nicht aushalten." Nach vielen Monaten harter Arbeit wollte Detlef Steves doch lieber kein Schlagerstar werden. (Bild: RTL)
"Es tobt seit Langem ein Krieg in mir. Den kann ich nicht aushalten." Nach vielen Monaten harter Arbeit wollte Detlef Steves doch lieber kein Schlagerstar werden. (Bild: RTL)

Triumphales Ende einer Crashkurs-Ausbildung zum Schlagerstar: Detlef Steves lieferte im legendären "Megapark" ab - und war hinterher doch nicht glücklich. Ist die Zweitkarriere des Gartenbau-Wüterichs am Ende? Sein Manager sieht noch eine Hintertür.

Viele Monate schweißtreibender Arbeit, harter Rückschläge und verblüffender Erfolge lagen hinter ihm. Doch nun, so drückte es sein Manager Markus Krampe aus, war "die Stunde der Wahrheit gekommen". Wo sonst, wenn nicht im berühmt-berüchtigten Megapark auf Mallorca, dem Mekka deutscher Partytouristen auf der Baleareninsel? Sollte "Deffi" hier seinen Auftritt wuppen, stünde einer glanzvollen Bühnen- und Charts-Karriere endgültig nichts mehr im Wege.

"Jetzt muss Deffi alles, was er im letzten Jahr gelernt hat, auf die Bühne bringen, die Leute begeistern, Gas geben und zeigen, was in ihm steckt", baute Manager Krampe in der finalen Folge der VOX-Doku-Heldenreise "Detlef goes Schlager" fernmündlich Druck auf. Er selbst weilte bei der Familie in Deutschland, während sein Schützling schon wieder die schweißnasse Düse ging. "Im Fernsehen hab ich das nicht", klagte er bitterlich über die Bühnenangst. Doch ein Zurück gab es nun nicht mehr.

Drei Songs hatte das in Garten-Dokus bekannt gewordene Temperamentsbündel mitgebracht. Seinen Hit "DEFFInitiv", "Zu spät" von den Ärzten (Krampe: "Die Covernummer muss sein, damit die Leute ihn schneller wahrnehmen") und einen neuen Song mit dem unschlagbar griffigen Titel "Die Sonne scheint ins Baggerloch".

Im Megapark auf Mallorca musste Detlef Steves liefern, und das tat er. (Bild: RTL)
Im Megapark auf Mallorca musste Detlef Steves liefern, und das tat er. (Bild: RTL)

"Kann ich das wirklich machen? Magenschmerzen, Stress, Dünnfpiff jedes Mal vorher?"

"Das muss sacken", fiel Detlef nach dem gelungenen Auftritt seiner Frau Nicole in die Arme. Der Manager hatte daheim am Handy alles in Echtzeit verfolgt: "Er hat es tatsächlich geschafft! Auf ihn warten die Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz!", jubelte Krampe. "Er ist jetzt ein etablierter Ballermann-Party-Star." Und fügte an: "Aber es ist seine Entscheidung, ob er das für sein Leben möchte."

Eigentlich Formsache nach dem Triumphzug! Oder?

Wer Detlef Steves nach dem Megapark-Stahlbad gebeugt im Sessel vor der VOX-Kamera sitzen sah, bemerkte gleich, dass es alles andere als das war. "Kann ich das wirklich machen? Magenschmerzen, Stress, Dünnpfiff jedes Mal vorher? Meine Familie immer weniger sehen?" Der erfolgreiche Absolvent der Schlagerstar-Crashkurs-Schule wand sich auf eine Weise, welche die Antwort schon enthielt.

Die Erleichterung bei Detlef Steves und Ehefrau Nicole war groß - doch sie hielt nicht lange. (Bild: RTL)
Die Erleichterung bei Detlef Steves und Ehefrau Nicole war groß - doch sie hielt nicht lange. (Bild: RTL)

War's das wirklich mit dem Schlagerstar Detlef Steves?

"Ich wusste, dass ich dabei emotional werde", schluchzte der sonst fürs Aufbrausen berüchtigte Moerser. "Ich hatte mit allen Leuten wahnsinnig viel Spaß. Aber es tobt seit Langem ein Krieg in mir. Den kann ich nicht aushalten. Für mich, so weh, wie mir das tut, ist diese Reise hier zu Ende."

Markus Krampe, der mit Michael Wendler jüngst ein Erfolgskapitel unrühmlich beenden musste, nahm die Hiobsbotschaft gefasst zur Kenntnis: "Deffi hat mich informiert, dass er doch nicht Ballermann-Sänger werden will. Er hat mir Gründe genannt, die ich auch alle nachvollziehen kann." - "Schade", fand er das, denn: "Ich habe es schon klimpern hören an allen Ecken und Enden. So ist das Managerleben. Nicht jeder Tag ist ein Gewinntag."

Dann kam ein Nachsatz, der Schlagerfans aufhorchen und zumindest ein bisschen hoffen lässt: "Aber ich glaube, hier ist das letzte Wort vielleicht doch noch nicht gesprochen."

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