Schneeflocken zum 1. Advent: Wo es in Deutschland schneien könnte

·Lesedauer: 4 Min.

Schneetiefs rauschen über Deutschland hinweg und lassen uns zum 1. Advent teilweise frische Winterluft schnuppern. In diesen Regionen Deutschlands könnte es schneien.

in a famous tourist region, called
in a famous tourist region, called "Allgäu"

Der erste Schnee der neuen Saison fällt ab der Nacht auf Samstag im Westen Deutschlands. Ein Schneetief nähert sich dort. Besonders betroffen sind dabei die Eifel, der Hunsrück, später auch der Taunus und das Sauerland. Dort kommen bis Samstagmittag einige Zentimeter Schnee zusammen. In den Staulagen von Eifel und Hunsrück sind ab 500 bis 700 m bis zu 10 cm Schnee möglich. Dort gibt es bis Sonntagabend immer wieder kleine Schneetiefs, daher können dann bis zu 20 cm in den Gipfellagen zusammenkommen. 

Schnee auch in Süddeutschland

Samstag und Sonntag breiten sich die Schneefälle auch auf die Mittelgebirge in Süddeutschland aus. Im Norden und Osten fällt dabei am wenigsten. Im Osten gibt es in der Nacht auf Montag und am Montag selbst 20 bis 30 cm Neuschnee in den höchsten Lagen. Meist liegt die Schneefallgrenze am 1. Adventswochenende um 200 bis 300 m. Liegen bleibt der Schnee meist erst ab 400 bis 600 m. 

Nachts kann es aber auch mal bis runter kurz weiß werden. Das ganze taut tagsüber aber rasch ab, da es unten eher nasskalt bleibt. Danach wird es nächste Woche wieder etwas milder, dann wieder kälter. Besonders in Lagen ab 500 bis 600 m kann es dabei immer wieder Schnee geben. Ein Flachlandwinter ist derzeit bis zum 10. Dezember nicht in Sicht. Die Phänomene La Nina und der Polarwirbel spielen für unser Wetter aktuell überhaupt keine Rolle, trotzdem wurden sie in den vergangenen Wochen immer wieder in der Argumentation bezüglich eines eisigen und schneereichen Dezembers hervorgeholt.

Wintergruß am 1. Adventswochenende

Ein kleiner erster Wintergruß steht uns pünktlich am 1. Adventswochenende bevor. In den westdeutschen Mittelgebirgen heißt es spätesten ab Sonntagmorgen: Rodel gut! Da kann man den Schlitten auspacken. Im Osten dauert es noch bis in den Montag hinein. Unterhalb von 300 bis 400 m ist es meist Schneeregen oder Regen, eine Schneedecke wird es hier kaum geben. Es gibt auch keinen Dauerfrost, unten ist es nasskalt. Völlig typisches Wetter für Ende November bzw. Anfang Dezember. 

Gibt es Weiße Weihnachten?

Ein Eisdezember wie hier und da angekündigt wurde ist nicht in Sicht. Weiße Weihnachten? Das ist ebenfalls aktuell noch unklar. Da kann noch viel passieren zumal wir in den ersten 10. Dezembertagen eher nasskaltes Schmuddelwetter bekommen werden. Lediglich die Lagen ab 500 bis 600 m bekommen immer wieder mal Schnee ab, ganz unten und da wohnen die meisten Menschen in Deutschland, werden wir keine verschneiten Landschaften bekommen. Bis Weihnachten bleibt es aber spannend“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met (www.qmet.de), gegenüber dem Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

So geht es in den kommenden Tagen weiter:

Donnerstag: 2 bis 7 Grad, nasskalt, teilweise Sonne, im Norden etwas Regen

Freitag: 0 bis 5 Grad, durchwachsen, im Südosten Schneefall, sonst trocken, zum Abend aus Westen Schneeregen und Schnee

Samstag: 1 bis 5 Grad, im Westen ab 400 bis 600 m immer wieder Schnee der liegt bleibt, darunter meist nasskalt

Sonntag: 1 bis 5 Grad, immer wieder Schneeflocken bis runter, liegen bleibt der Schnee aber meist erst ab 500 bis 700 m

Montag: 0 bis 4 Grad, nasskalt, immer wieder Schnee, besonders in den ostdeutschen Mittelgebirgen

Dienstag: 2 bis 6 Grad, wechselhaft und Schauer, die Schneefallgrenze steigt ab

Mittwoch: 3 bis 8 Grad, vielfach Regen bis in die höheren Lagen, Tauwetter, windig!

Das europäische Wettermodell rechnet nächste Woche nicht nur mit einer Milderung sondern auch mit einem Orkantief vor unserer Haustür. Das wiederum würde uns eine stürmische Westwetterlage mit Regen und viel milder Luft bringen. Für Deutschland bestünde dabei auch die Gefahr eines schweren Sturms.

„An Spannung fehlt es der Wetterlage ab dem kommenden Wochenende auf jeden Fall erstmal nicht. Das ruhige und oft triste und graue Novemberwetter geht dann definitiv zu Ende“ erklärt Wetterexperte Jung.

VIDEO: Videografik: Die Wetterphänomene El Niño und La Niña

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.