Schock und Erlösung: Andres Serrano zeigt "Torture" in Piräus

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Es sind Bilder, die erschüttern, manchmal auch verstören, aber nie kalt lassen: Die Werke des US-Fotografen Andres Serrano.

Erstmals zeigt der 70-jährige Provokateur seine Arbeiten in Griechenland: 15 Bilder aus der berühmt berüchtigten Serie "Torture".

Sie begann 2005 mit einem inszenierten Foto für eine Zeitschrift im Stil des Folter-Gefängnisses Abu Ghraib. 10 Jahre später erweiterte er das Feld um diverse andere Folterorte, -geräte und Opfer.

"Er versucht, einen Schock zu provozieren"

"Serrano bringt die Beziehung zwischen Folterer und Opfer in unsere Nähe, in unseren Alltag", erklärt die Kuratorin der Schau Sozita Goudouna. "Es geht ihm nicht nur darum, etwas darzustellen, das uns nicht vertraut ist. Er glaubt dass, jeder zum Folterer werden kann und wir eine Art Erlösung von dieser autoritären Beziehung, von diesem Machtspiel erfahren müssen.

Diese Erlösung ist das Ziel seiner Arbeit. Er versucht, einen Schock zu provozieren, indem er die Realitäten um uns herum visualisiert, um die Wahrheit zu entdecken und zu erkennen."

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Neues Festival "ArtPort" in Piräus

Die Fotoausstellung in einer ehemaligen Lagerhalle ist Teil eines neuen Kulturprogramms namens "ArtPort", organisiert vom Stadttheater Piräus. Es umfasst Tanz- und Theateraufführungen, Ausstellungen und Kinoveranstaltungen.

Ziel sei die Schaffung eines neuen, bedeutenden kulturellen Zentrums in Griechenland, meint Lefteris Giovanidis, künstlerischer Leiter am Stadttheater Piräus.

"Wir wollen ein Fest veranstalten, genau dafür steht ArtPort in Piräus. Wir wollen damit den Grundstein legen. Piräus ist ein Hafen, ein wichtiges Tor zur Kultur und sollte künftig jedes Jahr im September das widerspiegeln, was in unserem Land passiert."

Die erste Ausgabe samt Ausstellung geht bis zum 3. Oktober.

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