Schockierendes Foto von abgemagertem Eisbären geht um die Welt

Dieser Eisbär ist nur noch Haut und Knochen (Bild: Facebook/Kerstin Langenberger)

Dieses Facebook-Foto eines ausgehungerten Eisbären hat eine hitzige Diskussion im Netz ausgelöst. Denn es zeigt nicht nur ein trauriges Tier, das am Ende seiner Kräfte zu sein scheint, es bestätigt auch die schlimmsten Befürchtungen der Menschheit.

Die Aufnahme, die Kerstin Langenberger auf Facebook postete, lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Eigentlich wollte die Fotografin Eisbären in ihrer vollen Pracht fotografieren. Doch dann lief ihr diese jämmerliche Kreatur in Spitzbergen, Norwegen, vor die Linse. Ein erschreckender Anblick: Das Tier kann kaum laufen, ist bis auf die Knochen abgemagert. Der Zustand des Tieres ist alarmierend und hat eine wilde Debatte im Internet ausgelöst. Das Foto wurde izwischen über 50.000 Mal geteilt.

Normalerweise jagen Eisbären im Winter und im Frühling Robben auf dem Packeis und fressen sich Fettreserven an. Spitzbergen im Nordpolarmeer bietet dafür eigentlich die besten Voraussetzungen. Aufgrund der globalen Erwärmung schmilzt jedoch das Eis und damit der Lebensraum für die Eisbären weg.

Die Fotografin postete auch Fotos von toten Eisbären auf ihrer Seite (Bild: Facebook/Kerstin Langenberger)

Zumindest vermutet das Kerstin Langenberger. "Ich empfinde die Sommer als angenehmer und wärmer als je zuvor. Ich sehe Gletscher kalben und sich Dutzende bis Hunderte von Metern jährlich zurückziehen. Das Packeis verschwindet in Rekordzeit. Ja, ich habe Bären in gutem Zustand gesehen. Aber ich habe auch Tote und Leidende gesehen", schreibt die Fotografin unter dem Facebook-Foto.

"So dünne Bären habe ich schon oft gesehen, und alle waren weiblich - so wie diese. Sie ist gerade noch ein Skelett, ihr Fuß ist verletzt", so Langenberger. Den Grund dafür, dass nur die weiblichen Bären so dünn sind, nennt sie ebenfalls. Die männlichen Eisbären bleiben das ganze Jahr auf dem Packeis. Die weiblichen Bären dagegen müssen aufs Land, um ihre Jungen zur Welt zu bringen und werden oft vom Eis abgeschnitten, das sich mehr und mehr zurückzieht. Sie müssen folglich auf dem Land nach Nahrung suchen, was viel gefährlicher und schwieriger ist.

Mit ihrer Vermutung könnte die Naturfotografin recht haben. Wenn das der Fall ist, wird auch womöglich das eintreten, wovor sich die ganze Menschheit seit Jahren fürchtet. Der Klimawandel sorgt dafür, dass das Meereis in der Arktis wegschmilzt. Und nicht nur das. Einer US-Studie von "Geological Survey" zufolge gehen Wissenschaftler davon aus, dass bei dem prognostizierten Rückgang des Meereises zwei Drittel der Eisbären-Population bis Mitte des Jahrhunderts ausgelöscht sein wird.

Sehen Sie auch: Wir heizen die Erde weiter auf - was tun?

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen