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Scholz zu Putin-Interview: Kreml-Chef erzählt "völlig absurde Geschichte"

Bundeskanzler Scholz hat die Aussagen des russischen Präsidenten Putin in dessen Interview mit dem US-Moderator Carlson scharf kritisiert. Das Interview verhöhne, was "an realen Taten von Russland in der Ukraine gemacht worden ist", sagte Scholz in Washington. (Stefanie LOOS)
Bundeskanzler Scholz hat die Aussagen des russischen Präsidenten Putin in dessen Interview mit dem US-Moderator Carlson scharf kritisiert. Das Interview verhöhne, was "an realen Taten von Russland in der Ukraine gemacht worden ist", sagte Scholz in Washington. (Stefanie LOOS)

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir Putin in dessen Interview mit dem US-Moderator Tucker Carlson scharf kritisiert. Das Interview verhöhne, was "an realen Taten von Russland in der Ukraine gemacht worden ist", sagte Scholz am Freitag bei seinem Besuch in der US-Hauptstadt Washington. Putin erzähle in dem Gespräch eine "völlig absurde Geschichte" über die Ursachen für diesen Krieg.

Scholz sagte weiter: "Es gibt eine ganz klare Ursache, das ist der Wille des Präsidenten Russlands, sich einen Teil der Ukraine einzuverleiben. Und alle Geschichten, die dazu erzählt werden, ändern nichts daran, dass genau das der Zweck seiner imperialistischen Bestrebung ist." Der Krieg könne "jederzeit enden", sagte Scholz. "Aber nicht so, wie sich das der russische Präsident vorstellt, indem die Ukraine kapituliert, sondern indem er den Krieg seinerseits beendet und die Voraussetzungen dafür schafft, dass eine friedliche Lösung möglich wird."

Putin hatte in dem am Donnerstagabend (Ortszeit) veröffentlichten Interview mit Carlson die Invasion der Ukraine erneut verteidigt. In Zudem hatte Putin eine Niederlage seines Landes im Angriffskrieg gegen die Ukraine als "unmöglich" bezeichnet. Er stritt zudem ab, einen Angriff auf Nato-Länder wie Polen oder Lettland zu planen.

Scholz kommt am Freitag (20.45 Uhr MEZ) im Weißen Haus in Washington zu einem ausführlichen Gespräch mit US-Präsident Joe Biden zusammen. Wichtigstes Thema dürfte die Unterstützung der Ukraine sein, nachdem der US-Senat ein Hilfspaket im Volumen von 60 Milliarden Euro blockiert hat.

se/bfi