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Bundesregierung verurteilt "feigen, unmenschlichen Terror" in Russland

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat den tödlichen Angriff auf einen Konzertsaal in Russland mit scharfen Worten verurteilt. (JOHN THYS)
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat den tödlichen Angriff auf einen Konzertsaal in Russland mit scharfen Worten verurteilt. (JOHN THYS)

Die Bundesregierung hat den tödlichen Angriff auf einen Konzertsaal in Russland mit scharfen Worten verurteilt. "Wir verurteilen den schrecklichen Terrorangriff auf unschuldige Konzertbesucher in Moskau", schrieb Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Samstag im Internetdienst X. "Unsere Gedanken sind mit den Angehörigen der Opfer und allen Verletzten."

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sprach von einem "feigen, unmenschlichen Terror", dieser werde "an jedem Ort" verurteilt. "Unschuldige Menschen, die einfach nur zu einem Rockkonzert gehen wollten, wurden kaltblütig ermordet", schrieb sie ebenfalls bei X. Den Menschen in Russland gelte ihr Mitgefühl.

Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) übermittelte ebenfalls sein Mitgefühl und sprach von "furchtbaren Nachrichten aus Moskau". "Mein Beileid gilt den Opfern und ihren Familien, die jetzt trauern und um die Verletzten bangen", erklärte er in einer vom Bundeswirtschaftsministerium verbreiteten Pressemitteilung. Wichtig sei nun, "die Hintergründe schnell aufzuklären".

IS reklamiert den Angriff für sich

Bei dem bewaffneten Angriff auf eine Konzerthalle im Moskauer Vorort Krasnogorsk waren nach jüngsten Angaben mindestens 115 Menschen getötet worden. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Angriff am Freitagabend für sich. Es handelt sich um den folgenschwersten Angriff in Moskau seit mindestens einem Jahrzehnt.

Der Grünen-Europapolitiker Anton Hofreiter warnte davor, die Ukraine in Verbindung mit dem Angriff zu bringen. "Nach Ansicht von Experten ist das Bekennerschreiben des IS echt und es deutet alles auf islamistische Terroristen hin", sagte er den Funke-Zeitungen. "Es kommt jetzt darauf, an die Tat aufzuklären und nicht den Falschmeldungen, die gezielt in Richtung Ukraine gestreut wurden, Glauben zu schenken."

hcy/oer