Schon zehn Spielführer diese Saison - Kapitän bei den Löwen: Würde oder Bürde?

Matthias Eicher

Der Trainer des TSV 1860 München Vitor Pereira hatte in dieser Saison schon zehn verschiedene Spielführer. "Es gibt auch viele Schein-Kapitäne".

München - Kapitän sind wir alle, ich bin auch Kapitän", hatte Trainer Vitor Pereira im Februar erklärt, als seine Elf den Karlsruher SC mit 2:1 besiegt hatte, "wir sind elf Kapitäne auf dem Platz, und es können immer drei Kapitäne reinkommen." Zuvor hatte er Kai Bülow mit der Binde bedacht. Der bedankte sich artig und knapp: "Es war mir eine Ehre, aber es ist völlig egal, wer Kapitän ist." Und auch Pereira stellte klar: Wenn er in der nächsten Partie wieder einen neuen Spielführer aussuchen müsse, sei das kein Problem.

Zehn Spielführer in einer Saison

Gesagt, getan – und nicht nur einmal: Nachdem schon vor Bülow bereits die eigentlichen Vizes Jan Mauersberger, Daniel Adlung und auch Torjäger Sascha Mölders anstelle von Aigner in die Bresche gesprungen waren, ging die Binde weiter munter reihum: Michael Liendl, Ivica Olic, Sebastian Boenisch, Maximilian Wittek und Levent Aycicek betätigten sich allesamt als Teilzeit-Bosse. Schon zehn Spielführer in einer Saison! Sieht so aus, als hätte Pereira seine eigene Weisheit "Elf Kapitäne müsst ihr sein" wörtlich genommen.
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