Schräger Spender gesucht: Unbekannter überweist der Polizei Dortmund monatlich Geld

Ein polnischer Verkehrssünder und sein Freund haben anscheinend keine Geldprobleme – und schenken der Polizei monatlich Geld. (Bild: AP Photo)


Die Polizei in Dortmund ist via Facebook auf der Suche nach einem Autofahrer. Allerdings ist der Grund eher ungewöhnlich: Der einmalige Verkehrssünder überweist per Dauerauftrag jeden Monat Geld auf das Konto der Polizei.

Am 7. Januar 2016 stellte die Dortmunder Polizei einem Mann einen Strafzettel aus. Der polnische Fahrer war ohne Sicherheitsgurt gefahren. Dafür stellte die Exekutive ihm einen Strafzettel in Höhe von 30 Euro aus. Ein Freund des Fahrers überwies später die Summe. Das Problem: Anstatt einer einmaligen Überweisung richtete der Mann einen Dauerauftrag ein – seitdem erhält die Polizei jeden Monat 30 Euro.

„Wir suchen unbekannten ‚Spender’ – Gurtmuffel zahlt mittlerweile 420 Euro!“, schreibt das Social-Media-Team der Polizei NRW Dortmund auf ihrer Facebook-Seite. „[…] Vorbildlich überwies in der Folge ein Freund des Mannes für ihn die 30 Euro. Aus 30 Euro sind mittlerweile 420 Euro geworden!“


Zwar überweise die Polizei jeden Monat die Summe wieder zurück – allerdings gelang es bisher nicht, den Dauerauftrag einzustellen, da sowohl der Verkehrssünder als auch der unfreiwillige Spender an eine unbekannte Adresse verzogen sind. Deswegen bittet die Polizei die Bevölkerung – auf ungewohnte Weise – um Hilfe.

„Kennen Sie eventuell einen der beiden Betroffenen oder ahnen Sie, um wen es sich handeln könnte? Dann teilen Sie bitte unseren Beitrag oder leiten Sie diesen weiter. Vielleicht meldet sich bald jemand bei uns oder seiner Bank und löscht den Dauerauftrag!“ Den Text veröffentlicht die Polizei im selben Post konsequenterweise auch auf Polnisch.

In der Kommentarspalte des Posts hagelt es derweil mehr humorige Kommentare als konkrete Hinweise. „Wie geil ist das“, schreibt eine Userin und fügt zwei tränenlachende Emojis bei. Ein anderer User sieht die Vorgehensweise der Polizei deutlich kritischer: „Liebe Polizei von NRW. Wenn ihr nicht einmal fähig seid, herauszufinden, wo der Herr sich im Moment aufhält, der ihnen monatlich versehentlicherweise Geld überweist, warum sollte dann noch ein vernünftiger Mensch glauben sie könnten die Sicherheit in Deutschland noch garantieren?“

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