Schuldspruch: Nicolas Sarkozy zu Gefängnisstrafe verurteilt

(stk/spot)
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Nicolas Sarkozy während ihm im Pariser Justizpalast der Prozess gemacht wurde. (Bild: imago images/Le Pictorium)
Nicolas Sarkozy während ihm im Pariser Justizpalast der Prozess gemacht wurde. (Bild: imago images/Le Pictorium)

Das Urteil im Korruptionsprozess gegen den ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy ist gesprochen. Der 66-jährige Politiker wurde für schuldig befunden, einen Richter bestochen und so unerlaubte Einflussnahme in ein gegen ihn laufendes Ermittlungsverfahren vorgenommen zu haben. Sarkozy wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, von denen zwei zur Bewährung ausgesetzt worden sind.

Ob Sarkozy während der einjährigen Haftstrafe ohne Bewährung aber jemals in einem Gefängnis inhaftiert sein wird, ist unwahrscheinlich. Zum einen kann gegen das Urteil noch Berufung eingelegt werden. Zum anderen bestehe laut der französischen Nachrichtenagentur AFP zudem die Möglichkeit, das Jahr Haft in Hausarrest mit elektronischer Fußfessel umzuwandeln.

So reagiert Carla Bruni

Ehefrau Carla Bruni (53) reagierte bereits via Instagram geschockt und voller Unverständnis auf das Urteil. Zu einem gemeinsamen Bild schrieb sie dort: "Was für eine unfassbare Unbarmherzigkeit, Nicolas Sarkozy, meine Liebe. Der Kampf geht weiter, die Wahrheit wird ans Licht kommen." Als Hashtag setzte Bruni, was sie von diesem Urteil hält: "Ungerechtigkeit".

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Das Gericht sah es hingegen als erwiesen an, dass Sarkozy im Jahr 2014 einen Richter des Obersten Gerichtshof erfolgreich bestochen hat, um ihm Informationen bezüglich eines Verfahrens gegen seine Person zuzuspielen. Richter Gilbert Azibert habe Sarkozy besagte Informationen tatsächlich zukommen lassen, im Gegenzug sollte der Ex-Präsident Azibert einen Wunschposten im Fürstentum Monaco verschaffen. Daraus sei aber nichts geworden. Auch Azibert sowie Sarkozys Anwalt Thierry Herzog wurden jeweils zu drei Jahren Haft, zwei davon auf Bewährung, verurteilt.