Schulen in Hessen sollen schriftliche Bewertungen statt Noten vergeben dürfen

Schulen in Hessen sollen künftig selbst entscheiden dürfen, ob Schülern Noten oder schriftliche Bewertungen ausgestellt werden. Die schwarz-grüne Regierung habe dazu eine Absichtserklärung verfasst, sagte ein Sprecher des hessischen Kultusministeriums der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe). Die Grünen hatten in ihrem Wahlprogramm schriftliche Bewertungen gefordert. Laut der "FAZ" gibt es allerdings in der CDU große Vorbehalte.

Im schwarz-grünen Koalitionsvertrag heißt es, Schulen sollten "pädagogisch neue Wege" gehen können. Dazu gehörten "Rückmeldungen über den Lernfortschritt und den Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler in Form einer schriftlichen Bewertung". Nur beim Abschluss oder einem Schulwechsel müssen demnach klassische Noten gegeben werden. Der Ministeriumssprecher sagte der "FAZ", die Reform sei vor allem für Gesamtschulen gedacht.