Nach Schulstreik verspricht Frankreichs Regierung FFP2-Masken für Vorschullehrer

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Proteste in Paris gegen die Corona-Politik für Schulen (AFP/Thomas SAMSON) (Thomas SAMSON)

Nach einem massiven Lehrerstreik hat die französische Regierung FFP2-Masken für Vorschullehrer und mehr Aushilfspersonal versprochen. Fünf Millionen FFP2-Masken zum Schutz vor dem Coronavirus sollten demnächst ausgegeben werden, kündigte Bildungsminister Jean-Michel Blanquer nach einem dreieinhalbstündigen Treffen mit Premierminister Jean Castex und Vertretern der Lehrergewerkschaften am Donnerstagabend an.

Die Betroffenen begrüßten die Ankündigungen. "Wir haben also nicht umsonst gestreikt", sagte die Gewerkschaftsvertreterin Guislaine David. Die FFP2-Masken sollen in erster Linie an Lehrer in den Vorschulen ausgegeben werden, wo Kinder zwischen drei und fünf Jahren keine Masken tragen müssen.

An den landesweiten Demonstrationen hatten sich am Donnerstag nach Angaben des Innenministeriums etwa 78.000 Menschen beteiligt. Nach Gewerkschaftsangaben waren die Hälfte aller Grundschulen wegen des Lehrerstreiks geschlossen. Aus Protest gegen die als chaotisch empfundene Corona-Politik an Schulen hatten sich auch Schulleiter und Eltern mit den Lehrern solidarisiert. Mehrere linke Präsidentschaftskandidaten nahmen an der Demonstration in Paris teil.

Die Corona-Vorschriften für die Schulen hatten sich seit dem Ende der Weihnachtsferien bereits drei Mal geändert. Viele Schuldirektoren und Lehrer hatten sich beschwert, dass sie erst in letzter Minute über die Änderungen informiert werden.

Frankreich verzichtet seit Jahresbeginn auf das Schließen von Schulklassen, auch wenn mehrere Kinder positiv getestet sind. Wird ein Fall bekannt, müssen die Klassenkameraden sich in den folgenden Tagen mehrfach zu Hause testen. Der Einsatz von Luftfiltern für Klassenräume wird kaum in der Öffentlichkeit debattiert.

kol/cp

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