Schwarze Tod zurück? - Beulenpest Behandlung: Ist die Krankheit heilbar?

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Getty Images / ROGER HARRIS/SCIENCE PHOTO LIBRARY

Die Beulenpest gilt in Europa als ausgestorben. In den USA erkrankte eine Person jedoch kürzlich an dieser Krankheit. Erfahren Sie mehr über die Erkrankung und über die Heilungsmöglichkeiten.

Was ist die Beulenpest und wie wird sie übertragen?

Die Beulenpest, auch bekannt als „schwarzer Tod“, ist eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Yersinia pestis verursacht wird. Diese Bakterien werden typischerweise über Flohbisse von Ratten und anderen Nagetieren auf den Menschen übertragen.

Die Krankheit ist hochansteckend und kommt noch in bestimmten Gebieten Afrikas, Asiens und Amerikas vor und vereinzelte Ausbrüche in ländlichen Gebieten dieser Regionen sind möglich. Aufgrund eines aktuellen Falls im Pueblo County, USA bekam das Thema Beulenepest wieder Aufmerksamkeit, obwohl die Krankheit in Deutschland und Europa als ausgerottet gilt. Experten rechnen jedoch nicht mit einer erneuten Ausbreitung.

Personen, die in solche Verbreitungsgebiete reisen, sollten den Kontakt mit potenziell infizierten Tieren meiden und Hygienemaßnahmen strikt beachten. Eine prompte Behandlung mit Antibiotika ist entscheidend, um die Krankheit erfolgreich zu bekämpfen und Komplikationen zu vermeiden.

Symptome der Beulenpest

Die Inkubationszeit, das heißt die Zeit zwischen der Infektion und der ersten Symptome der Beulenpest beträgt normalerweise ein bis sieben Tage. Die Krankheit beginnt plötzlich mit Symptomen wie Schüttelfrost, hohem Fieber, starken Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.

Zusätzlich kommen Schmerzen und Schwellungen in der Leistengegend hinzu, verursacht durch vergrößerte Lymphknoten. Diese geschwollenen Lymphknoten, auch Beulen genannt, können eitriges Sekret freisetzen und sind oft von Flohbissen umgeben.

Ist die Beulenpest heilbar?

Eine rasche Diagnose und sofortige Behandlung sind entscheidend, um die Heilungschancen der Beulenpest zu maximieren. Betroffene müssen umgehend in einem Krankenhaus aufgenommen werden, wo sie mit wirksamen Antibiotika behandelt werden.

Die Therapie sollte idealerweise innerhalb von 18 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome beginnen, um eine Ausbreitung der Infektion und schwere Komplikationen zu verhindern.

Es ist wichtig, dass das Antibiotikum effektiv gegen die spezifischen Erreger der Beulenpest wirkt, da einige Stämme bereits gegen gängige Antibiotika resistent sind. Eine frühzeitige und angemessene medizinische Versorgung sorgt für eine 90 % Überlebenschance nach einer Infektion.