Schwarze Witwe in Trauben

Obst ist gesund. Für James Sylvia und seine Familie hätte der Vitaminkick jedoch böse enden können. Als Sylvias Frau und sein einjähriger Sohn Weintrauben in der Spüle wuschen, krabbelte eine Schwarze Witwe zwischen den Früchten hervor. Das Gift der kleinen Spinne kann Menschen töten.

Schwarze Witwe in Trauben (Bild James Sylvia)James Sylvia erkannte das Tier laut dem TV-Sender "NBC10" sofort. Denn Schwarze Witwen haben ein eindeutiges Merkmal: ein rotes Sanduhr-Muster auf der Unterseite des Hinterleibs. Der Familienvater aus Coventry im US-Bundesstaat Rhode Island entdeckte die Spinne am Donnerstag, als seine Frau und sein einjähriger Sohn nach dem Einkauf im Supermarkt  das Obst wuschen.

„Sie treten häufiger auf als angenommen“, sagte Lou Perrotti vom „Roger Williams Park Zoo“ über Schwarze Witwen. Aufgrund ihres unauffälligen Verhaltens bemerke man die Tiere allerdings oft nicht. „Wahrscheinlich sind sie die gefährlichste Spinnenart dieser Region.“

Die Familie Sylvia kam mit dem Schrecken davon. „Das nächste Mal, wenn ihr Trauben wascht, könnte eine Schwarze Witwe dabei sein. Also passt besser auf!“, riet James Sylvia im Gespräch mit dem Nachrichtensender „NBC10“.

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Der Biss einer Schwarzen Witwe ist äußerst schmerzhaft. Nach Informationen der US-Behörde „Centers for Disease Control and Prevention“ (CDC) kann ihr Nervengift sich in Brust, Bauch oder sogar im ganzen Körper ausbreiten und das menschliche Nervensystem angreifen. Seit 1950 seien mehr als 60 Todesfälle im Zusammenhang mit Attacken durch Schwarze Witwen gemeldet worden. Gerade für Kinder kann das Gift sehr gefährlich sein.

Der Supermarkt, in dem James Sylvia die Weintrauben gekauft hatte, entschuldigte sich mittlerweile für den Zwischenfall. In einer Stellungnahme erklärte er das häufige Auftreten von Schwarzen Witwen damit, dass Weintrauben weniger mit Pestiziden belastet seien als früher. Das mache die Früchte nicht nur für den Kunden, sondern auch für die Spinnen attraktiv. Man arbeite eng mit den Lieferanten zusammen und schule das Personal, um eine ordnungsgemäße Kontrolle des Obsts zu gewährleisten.


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