Schweden verlegt zur Verstärkung europäischer Kampftruppe Soldaten nach Mali

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"Takuba"-Stützpunkt in Ménaka

Im Kampf gegen Dschihadisten in Mali verstärken nun auch schwedische Soldaten die neue europäische Kampftruppe für die Sahelzone, "Takuba". Die ersten Einsätze der Kampftruppe unter Beteiligung der schwedischen Streitkräfte hätten bereits stattgefunden, erklärte der Sprecher der französischen Armee, Frédéric Barbry, am Donnerstag. Die schwedischen Soldaten sollen demnach bis Ende des Monats in dem westafrikanischen Land stationiert bleiben.

Schwedens Parlament hatte die Verlegung von bis zu 150 Soldaten nach Mali zur Unterstützung der Truppe "Takuba" im Juni vergangenen Jahres bewilligt. Demnach kann die Zahl der in der Region eingesetzten Soldaten auf bis zu 250 aufgestockt werden. Das Mandat für die schwedische Armee läuft noch bis zum 31. Dezember dieses Jahres.

Stationiert sind die schwedischen Soldaten in der malischen Unruheregion Liptako unweit der Grenze zum Niger und zu Burkina Faso. Ihnen stehen drei Armeehubschrauber des Typs "Black Hawk" aus US-Produktion sowie eine Krankenstation zur Verfügung. Liptako gilt als Rückzugsort von Dschihadisten, die mit der Extremistenmiliz Al-Kaida und dem Sahara-Ableger des Islamischen Staats (ISGS) in Verbindung gebracht werden.

Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP bestätigte die schwedische Armee, dass sie über "Personal in dem Sektor" verfüge. Laut Barbry üben die schwedischen Soldaten eine unterstützende Funktion für die gesamte "Takuba"-Truppe aus, die derzeit aus einer französisch-estnischen Einheit in Gao und einer französisch-tschechischen Einheit in Ménaka besteht.

Wegen der wachsenden Gewalt in der Sahelzone dringt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seit Jahren auf die Unterstützung anderer europäischer Länder. Frankreich hat derzeit 5100 Soldaten in der Sahelzone stationiert. Sie unterstützen die Soldaten der sogenannten G5-Sahelstaaten Mali, Mauretanien, Burkina Faso, Niger und Tschad im Kampf gegen extremistische Gruppen. Die Bundeswehr ist im Rahmen von UN- und EU-Missionen ebenfalls mit mehreren hundert Soldaten in Mali vertreten.

isd/ju