Schwedens Polizei nimmt nach Lkw-Anschlag sechs Menschen zu Befragung fest

Im Zusammenhang mit dem Lkw-Anschlag von Stockholm hat die schwedische Polizei am Wochenende sechs weitere Personen in Gewahrsam genommen. Sie seien am Samstag und Sonntag in verschiedenen Stadtvierteln von Stockholm zur Befragung durch die Polizei abgeführt worden, teilten die Behörden mit. Nähere Angaben machten sie nicht.

Wenige Stunden nach dem Anschlag vom Freitag hatte die Polizei bereits einen Mann festgenommen, der unter konkretem Tatverdacht steht. Medien zufolge soll der 39-jährige Usbeke ein Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sein.

Bei dem Anschlag waren vier Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden. Zehn Verletzte befanden sich am Sonntag immer noch im Krankenhaus, vier von ihnen waren in ernstem Zustand, wie von den Gesundheitsbehörden verlautete.

Zu den Getöteten machten die schwedischen Behörden keine Angaben. Belgiens Außenminister Didier Reynders teilte am Sonntag mit, einer der Getöteten sei Belgier. Auch ein elfjähriges Mädchen wurde auf dem Heimweg von der Schule bei dem Anschlag getötet, wie ihre Hinterbliebenen mitteilten.

Der Angreifer war am Freitagnachmittag im Zentrum der schwedischen Hauptstadt mit einem gestohlenen Lkw durch eine Einkaufsstraße gerast und dann in das Kaufhaus "Ahlens" gekracht. Der Anschlag ereignete sich gegen 15.00 Uhr an der beliebten Einkaufsmeile Drottninggatan.

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