Schwefel mit Chlor verwechselt - Großalarm in Münchner Schwimmbad: Arbeiter atmen gefährliche Dämpfe ein

Schwimmbadleiter in einem öffentlichen Schwimmbad (Symbolfoto).<span class="copyright">Getty Images/TW Farlow</span>
Schwimmbadleiter in einem öffentlichen Schwimmbad (Symbolfoto).Getty Images/TW Farlow

Zwei Arbeiter wurden bei einem Betriebsunfall in einem Münchner Schwimmbad verletzt. Eine Verwechslung von Chemikalien soll offenbar zu dem mehrstündigen Feuerwehreinsatz geführt haben.

Bei einem Betriebsunfall im Technikraum eines Schwimmbads in München-Oberföhring haben zwei Arbeiter Verletzungen erlitten. Laut „tz.de“ ereignete sich der Vorfall während einer Reinigung. Als die Arbeiter einen veralteten Behälter entsorgen wollten, stellte sich heraus, dass dieser nicht Chlor, sondern Schwefelsäure enthielt.

Chemische Reaktion verursachte giftige Dämpfe

Wie „tz.de“ berichtet, waren die Arbeiter gerade dabei, mehrere Chlorbehälter auszutauschen und diese vor Ort mit Wasser zu reinigen. Ein schon länger im Raum stehender Behälter sollte ebenfalls entsorgt werden.

Bei dessen Entleerung und Reinigung stellte sich jedoch heraus, dass dieser nicht Chlor, sondern Schwefelsäure enthielt. Die Reaktion der Säure mit Wasser führte zur Bildung von Dämpfen, die bei einem der Arbeiter sofort Atembeschwerden verursachten, berichtet die „Bild“.

Arbeiter mussten medizinisch versorgt werden

Daraufhin alarmierte sein Kollege die Rettungskräfte. Feuerwehr und Rettungsdienst trafen kurze Zeit später am Unfallort ein. Die beiden betroffenen Arbeiter, im Alter von 30 und 35 Jahren, wurden laut „Bild“ noch vor Ort medizinisch versorgt und anschließend in eine Klinik transportiert.

Unter Atemschutz untersuchte die Feuerwehr die Räume und stellte erhöhte Messwerte im zweiten Untergeschoss fest. Die Feuerwehr habe mit Spezialgeräten die verunreinigte Luft aus den Kellerräumen des Hochhauses abgesaugt, berichtet „tz.de“ weiter. Mit Hilfe von Sauglutten eines Be- und Entlüftungsgerätes wurde die Luft über mehrere Stunden hinweg gereinigt.

Schwimmbad wieder in Betrieb

Nach etwa drei Stunden waren die Messwerte wieder im normalen Bereich und der Einsatz konnte beendet werden. Wie „tz.de“ betont, kam es zu keiner Zeit einer Gefahrensituation für die Bewohner des Hochhauses. Das Schwimmbad wurde nach dem Vorfall wieder wie gewohnt betrieben.

Die Feuerwehr und die Betreiber des Schwimmbades versicherten zudem, dass das Wasser in keiner Weise von dem Vorfall betroffen war und die Besucher nicht gefährdet seien.