Schwesig: Bundestag will Gesetz zur Lohngerechtigkeit nächste Woche beschließen

Der Bundestag will den Gesetzentwurf für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen nach Angaben von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) in der nächsten Woche besiegeln. "Das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern soll nächste Woche im Bundestag beschlossen werden", sagte Schwesig der "Rheinischen Post" vom Freitag. "Das ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Lohnlücke von 21 Prozent zu schließen."

Schwesigs Gesetzentwurf sieht vor, dass Beschäftigte in Firmen ab 200 Mitarbeitern künftig Informationen darüber verlangen können, was vergleichbare Kollegen verdienen. Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sollen zusätzlich ihre "Entgeltstrukturen auf die Einhaltung der Entgeltgleichheit" überprüfen und regelmäßig einen öffentlich einsehbaren Bericht zum Thema Lohngleichheit vorlegen.

Das Vorhaben hatte sich wegen Widerstands der Union lange verzögert. Schließlich verständigten sich die Koalitionsspitzen auf einen Kompromiss. Unter anderem wurde die Mitarbeiterzahl heraufgesetzt, ab der bestimmte Vorschriften greifen.

Hintergrund des Gesetzesvorhabens ist, dass Frauen in Deutschland im Durchschnitt 21 Prozent weniger verdienen als Männer. Selbst wenn herausgerechnet wird, dass sie häufiger in Teilzeit arbeiten, seltener Führungsposten übernehmen und eher in schlechter bezahlten Berufen tätig sind, verbleibt noch immer ein Lücke.

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