Schwesig: Lockerungen erst nach Rückgang der Infektionen

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Eine Frau geht durch die nahezu menschenleere Innenstadt von Frankfurt am Main.
Eine Frau geht durch die nahezu menschenleere Innenstadt von Frankfurt am Main.

Bisher ist der Lockdown bis zum 10. Januar befristet. Doch noch ist bei den Infektionszahlen keine Trendwende in Sicht. Aber eine Lockerung ohne eine solche Entwicklung ist nach Ansicht von Ministerpräsidentin Schwesig nicht zu verantworten.

Schwerin (dpa) - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hält Lockerungen der aktuell strengen Corona-Schutzvorkehrungen erst nach einer deutlichen Reduzierung der Infektionszahlen für möglich und verantwortbar.

«Wir können erst dann größere Lockerungen vornehmen, wenn wir auch über einen längeren Zeitraum wieder Inzidenzwerte von deutlich unter 50 haben», sagte Schwesig der Deutschen Presse-Agentur in Schwerin. Nach Angaben von Fachleuten sind deutlich weniger als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen Voraussetzung dafür, Infektionswege nachvollziehen und Ansteckungen verringern zu können.

Vor der für den 5. Januar geplanten Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) machte Schwesig deutlich, dass für sie der Schutz der Gesundheit und die Situation der Kinder zentrale Punkte seien. «Schulen und Kitas haben Priorität», betonte Schwesig. Für Tourismus und Gastronomie sieht die Schweriner Regierungschefin kaum Möglichkeiten für eine rasche Aufhebung der für diese Bereiche geltenden Beschränkungen.

«Mit dem Beginn der Impfungen eröffnet sich der Weg, Schritt für Schritt aus der Pandemie herauszukommen. Doch ist dies noch ein langer Weg, die Vermeidung von Kontakten damit weiterhin unerlässlich, um die Ansteckungen eindämmen zu können», erklärte Schwesig.