Schwierige Gespräche: US-Außenminister Rex Tillerson zu Besuch in Moskau

US-Außenminister Rex Tillerson ist nach Moskau gereist, wo er am Mittwoch den russischen Außenminister Sergej Lawrow treffen wird. Ein Gespräch mit Präsident Wladimir Putin war zunächst nicht angesetzt, Beobachter gehen aber davon aus, dass die beiden kurzfristig miteinander reden werden.

Ein wichtiges Thema wird die Syrien-Krise sein. Die US-Regierung wirft den Russen vor, Syriens Präsident Bashar al-Assad in Schutz zu nehmen. “Putin deckt einen Menschen, der zutiefst böse ist”, so US-Präsident Donald Trump im Fernsehsender Fox News. “Ich glaube, das ist schlecht für Russland und die ganze Menschheit.”

Die US-Regierung wirft Assad einen Giftgasangriff in der Provinz Idlib mit mutmaßlich mehr als 80 Toten vor. US-Streitkräfte hatten daraufhin einen syrischen Luftwaffenstützpunkt angegriffen und nach eigenen Angaben ein Fünftel aller syrischen Kampfjets zerstört.

Putin sprach dagegen die angeblichen Beweise an, die die USA dereinst für chemische Waffen im Irak präsentiert hatten. Nach der Vorlage dieser falschen Beweise sei das Land angegriffen und zerstört worden. “Wir haben Informationen aus unterschiedlichen Quellen, dass weitere Provokationen vorbereitet werden”, sagte Putin mit Blick auf Syrien. Unter anderem gebe es Pläne, in Vororten von Damaskus Substanzen abzuwerfen und die syrische Regierung dafür verantwortlich zu machen, sagte er.

Russlands Regierung spricht bisher nicht von einem Angriff der syrischen Armee mit chemischen Kampfstoffen. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die syrische Regierung habe bei dem Angriff eine Chemiewaffenfabrik der Rebellen getroffen.

Zuvor war US-Außenminister Tillerson auf dem Außenministertreffen der G7im italienischen Lucca. Das Treffen endete mit einer Abschlusserklärung, in der Russland dazu aufgerufen wird, sich an einer Friedenslösung für Syrien zu beteiligen.

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