Schwimmen neben dem Verbotsschild: Pekinger setzen sich über Corona-Regeln hinweg

Schwimmen, angeln, picknicken: Auch in Peking genießen die Menschen den Frühling - und das trotz ausdrücklicher Verbotsschilder. Zwar gibt es in der chinesischen Hauptstadt nicht wie in Schanghai einen kompletten Lockdown, doch wegen der Null-Covid-Politik sind Restaurants und Kinos geschlossen, die Menschen sollen von zu Hause aus arbeiten und Freizeitvergnügungen einschränken.

Eine Gruppe junger Frauen sitzt trotzdem mit Picknickdecke im Liangmahe-Park: "Ich war in diesem Monat nur zwei Mal draußen", so eine von ihnen. "Wir haben unsere Häuser nicht verlassen, auch nicht zum arbeiten", so die Gruppe. "Jetzt hatten wir endlich einen Tag, an dem wir uns alle hier treffen konnten."

Während viele sich trotz Barrikaden amüsieren, ein Friseur nutzt das schöne Wetter zum Arbeiten - denn die meisten Salons sind in Peking geschlossen. An einigen Parks wurden Sitzgelegenheiten abgesperrt und manchmal wird aus dem Spaß ein Katz-und-Maus-Spiel mit Polizei und Ordnungskräften, doch die Regeln werden in der Hauptstadt offenbar nicht annähernd so streng durchgesetzt wie in Schanghai.

"Alle gehen trotzdem nach draußen und treffen sich"

"Ich habe das Gefühl, dass das alles eher eine Formalität ist", so ein junger Mann. "Alle gehen trotzdem nach draußen und treffen sich."

In der 22-Millionen-Metropole Peking gibt es derzeit Dutzende neue Corona-Fälle pro Tag. Auch in Schanghai ist die Zahl der Neuinfektionen mittlerweile auf dieses Niveau gesunken. Während dort jedoch immer noch Hunderttausende Menschen zu Hause eingesperrt sind, wird ein ähnlicher strenger Lockdown in Peking nicht erwartet.

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