Scotland Yard: Hoffnung im Fall Maddie noch nicht aufgegeben

Fotos und Andenken an Madeleine McCann (Maddie) hängen an einer Kirchentür. Foto:

Die Londoner Polizei hat im Fall Maddie die Hoffnung auch zehn Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens nicht aufgegeben. Vier Beamte seien weiterhin mit einer «kleinen Zahl von entscheidenden Ermittlungssträngen» befasst, teilte Scotland Yard am Dienstagabend mit.

«Wenn wir nicht dächten, dass sie bedeutend sind, würden nicht weitermachen», sagte Mark Rowley, Leiter für Sonderermittlungen bei Scotland Yard.

Weiterhin könne nicht ausgeschlossen werden, dass Maddie noch am Leben sei. Die damals dreijährige Madeleine McCann war am 3. Mai 2007 aus einer Ferienanlage in Portugal verschwunden. Die britische Polizei ermittelt seit 2011 in dem Fall.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Maddie entführt wurde. Eine Beteiligung der Eltern an einem Verbrechen schließt die Polizei aus. «Es gibt absolut keinen Grund, das wieder aufzumachen», sagte Rowley. Kate und Gerry McCann waren zeitweise ins Visier portugiesischer Ermittler geraten. Mutter Kate nannte den nahenden zehnten Jahrestag des Verschwindens eine «furchtbare Erinnerung an geraubte Zeit».

Allein die britischen Ermittlungen im Fall Maddie sollen mehr als 13 Millionen Euro gekostet haben. Zeitweise waren bis zu 30 Beamte im Einsatz. Im März bewilligte das britische Innenministerium Geld für weitere sechs Monate.

Interview Mark Rowley auf der Scotland-Yard-Webseite - Englisch

Pressemitteilung Scotland Yard - Englisch

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