Sean Spicer versucht, Hitler-Vergleich zu erklären

Sean Spicer verglich in einer Pressekonferenz Assad mit Hitler. (Bild: REUTERS/Joshua Roberts)

Sean Spicer, Pressesprecher des Weißen Hauses, hat den syrischen Diktator Baschar al-Assad mit Hitler verglichen und damit für Empörung gesorgt. Der Vorwurf seiner Kritiker: Spicer verharmlose den Holocaust.

Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus gab Sean Spicer zu Protokoll, dass nicht einmal ein so verachtenswerter Mensch wie Adolf Hitler so tief gesunken sei, chemische Waffen zu verwenden. Die Pressevertreter vor Ort reagierten irritiert. Umgehend tauchte die Frage auf, ob Spicer Holocaust und Gaskammern leugnen wolle. Daraufhin versuchte Spicer, seine Bemerkung über Hitler abzuschwächen. „Er hat Gas nicht auf dieselbe Art und Weise gegen das eigene Volk eingesetzt, wie es Assad getan hat. Er hat es in die … Holocaust-Zenter … gebracht, das ist mir klar. Aber was ich zum Ausdruck bringen will, ist die Art und Weise, wie Assad es eingesetzt hat, indem er es über den Stadtzentren abwirft.“

Später versuchte er dann erneut, seinen Standpunkt zu erklären: „Ich habe in keiner Weise versucht, die Abscheulichkeit des Holocausts zu schmälern.“ Er habe lediglich die Taktiken unterscheiden wollen, die hinter chemischen Angriffen auf Bevölkerungszentren stecken. „Jeder Angriff auf unschuldige Menschen ist verwerflich und unentschuldbar“, stellte er klar.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Das Anne Frank Center in New York reagierte auf Twitter empört und forderte die sofortige Entlassung von Sean Spicer:


Auch das American Jewish Committee äußerte sich erschüttert und forderte eine Entschuldigung von Sean Spicer und dem Weißen Haus.


Gegenüber CNN entschuldigte sich Spicer mittlerweile für seine Aussage. Er habe den „unangebrachten und unsensiblen“ Bezug zum Holocaust fälschlicherweise hergestellt. Dafür gebe es keinen Vergleich. „Dafür entschuldige ich mich. Es war ein Fehler, das zu tun.“

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