Seehofer wird erneut zum CSU-Parteichef gewählt — mit seinem bisher schlechtesten Ergebnis

Lisa Schönhaar
Seehofer

Trotz der immensen Verluste bei der Bundestagswahl ist CSU-Chef Horst Seehofer in seinem Amt bestätigt worden — allerdings mit seinem bislang schlechtesten Ergebnis.

Nach der demonstrativen Einigung imMachtkampf mit seinem Rivalen Markus Söder erhielt er beim Parteitag im Samstag in Nürnberg 83,7 der Stimmen. Das Ergebnis ist damit noch schlechter als der bisherige Tiefpunkt vor zwei Jahren mit 87,2 Prozent.

Auf Seehofer entfielen 664 von 793 gültigen Stimmen. 119 Delegierte stimmten mit Nein, 5 Delegierte votierten für Parteivize Manfred Weber, 4 für Söder, und eine Stimme gab es für die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Weber, Aigner und Söder standen allerdings gar nicht zur Wahl.

Der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder hatte seine Partei zuvor zu einem Signal der Geschlossenheit aufgerufen. Am Vorabend habe man mit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel das Signal gesendet, dass die Union geschlossen, regierungswillig und regierungsfähig sei, sagte Söder in Nürnberg. Söder schlug Seehofer& persönlich zur Wiederwahl als Parteichef vor.

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