Seehofer warnt vor "Altersarmut in großem Ausmaß"

Für Rentner soll es Verbesserungen geben

Angesichts des sinkenden Rentenniveaus hat CSU-Chef Horst Seehofer vor "Altersarmut in großem Ausmaß" gewarnt. In der "Rheinischen Post" vom Mittwoch wies Seehofer darauf hin, dass zwar das Niveau der gesetzlichen Rente sinke, die als Ausgleich gedachte Förderung privater Altersvorsorge aber zu wenig greife. Bislang sorgten nur etwa zehn Millionen Menschen privat vor, "das ist zu wenig".

Seehofer schlug eine Rentenkommission vor, die Pläne gegen drohende Altersarmut entwickeln solle. "Wir brauchen eine neue Rentenkommission aus Arbeitgebern, Arbeitnehmern, Wissenschaftlern und Politikern", sagte er der "Rheinischen Post". Zudem müsse die Förderung der Privatvorsorge weiter ausgebaut werden.

Seehofer wandte sich dagegen, das Thema Rente im Bundestags-Wahlkampf auszublenden: "Wir dürfen nicht vor lauter Angst, dass die Menschen das Thema Altersarmut verunsichern könnte, das Thema einfach weglassen."

Vor Altersarmut warnen auch die Gewerkschaften, die Oppositionsparteien Grüne und Linke sowie die SPD. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hatte Ende vergangenen Jahres als Ziel ausgegeben, das Rentenniveau bis 2045 nicht unter 46 Prozent absinken zu lassen. Derzeit liegt die Untergrenze bei nur 43 Prozent bis zum Jahr 2030. Experten befürchten danach ein Absinken auf weniger als 42 Prozent.

Aktuell liegt das Rentenniveau bei etwa 48 Prozent. Das Rentenniveau beschreibt die Höhe der gesetzlichen Rente eines Durchschnittsverdieners nach 45 Beitragsjahren im Verhältnis zum aktuellen Durchschnittslohn.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen