Seenotrettung: Lage auf der „Open Arms“ eskaliert – Migranten springen ins Meer

Die dramatische Lage auf dem spanischen Rettungsschiff „Open Arms“ ist nach zweieinhalb Wochen auf hoher See eskaliert. Verzweifelte Migranten sprangen am Sonntag ins Meer - offenbar um zu versuchen, die nahe gelegene italienische Insel Lampedusa schwimmend zu erreichen. Spanien hatte zuvor der „Open Arms“ offiziell Algeciras in Andalusien als sicheren Hafen angeboten. Jedoch würde die rund 1800 Kilometer lange Fahrt erneut mehrere Tage auf hoher See für die mehr als 100 erschöpften Migranten bedeuten.

„Ich habe veranlasst, dass der Hafen von Algeciras für den Empfang der #OpenArms aktiviert wird“, twitterte der sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez. Die Option, nach Spanien zu fahren, sei „höchst unwahrscheinlich“, sagte ein Sprecher der spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms. Die Migranten, die sich in die Fluten stürzten, reagierten offenbar auf die Nachrichten aus Spanien. 

950 Meilen mit untragbarer Situation an Bord

Auf einem auf Twitter veröffentlichten Video war zu sehen, wie Helfer versuchten, die Migranten aufzuhalten. Sie brachten sie schließlich wieder zurück auf das Schiff. „Wir haben seit Tagen davor gewarnt, die Verzweiflung hat Grenzen“, schrieb Proactiva-Gründer Oscar Camps.

Das spanische Fernsehen zeigte Bilder von Menschen an Bord, die Weinkrämpfe erlitten, andere reagierten wütend. Die Crew versuchte, die Menschen zu beruhigen. „Jetzt wollen sie, dass wir 950 Meilen fahren, weitere fünf Tage (...), zum am weitesten entfernten Hafen im Mittelmeer, mit einer untragbaren Situation an Bord?“, fragte Camps. Die „Open Arms“ müsste von ihrer Position aus noch einmal die gesamte nordafrikanische Küste entlang fahren, um Südspanien zu erreichen.

Minderjährige nur widerstrebend von Bord gelassen

Die Regierung in Madrid kritisierte...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung