Seifert schließt mehr Anstoßzeiten und Spiele im Ausland aus

Seifert schließt mehr Anstoßzeiten und Spiele im Ausland aus

DFL-Boss Christian Seifert hat mit Blick auf die bevorstehende TV-Rechtevergabe eine Zersplitterung der Spieltage ebenso ausgeschlossen wie Austragungen von Pflichtspielen im Ausland. "Es werden nicht mehr Anstoßzeiten hinzukommen, im Gegenteil. Es gibt die fünf Bundesligaspiele, die bisher am Montag geplant waren, künftig am Sonntag", sagte der Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL) im Interview mit der Welt am Sonntag.
Seifert führte aus, dass es "nicht wie in Spanien zehn verschiedene Anstoßzeiten geben" werde. Als einen "Schritt zu weit" würde der 50-Jährige auch eine Verlegung von Pflichtspielen ins Ausland ansehen - die spanische Liga hatte dies angedacht, den Plan einer Partie in Miami aber mittlerweile wieder verworfen.
Seifert hofft vielmehr, dass sich die Bundesliga über ein erfolgreiches Abschneiden der Vereine in den internationalen Wettbewerben interessant macht. Das könnte dann auch mögliche Bieter locken, die vermutlich im Frühjahr 2020 für die Medienrechte zwischen 2021 bis 2025 bieten können.
"Die Wahrnehmung einer Liga ist sehr relevant für das Interesse von Medienunternehmen, von Sponsoren und unter dem Strich auch von Zuschauern", sagte Seifert, der bezüglich der internationalen Stärke der deutschen Vereine beklagte: "Da hat die Bundesliga in den vergangenen Jahren Federn gelassen. Hoffentlich wird sie sich in dieser Saison international wieder stärker etablieren."