Selbsthilfewerkstätten: Wie in Berliner Repair Cafés ehrenamtlich repariert wird

In Repair Cafés helfen Handwerker ihren Nachbarn ehrenamtlich bei Reparaturen. Der Run auf die Selbsthilfewerkstätten ist ungebrochen.

Kaffee und Kuchen gibt es schon am Eingang kostenlos, aber deshalb ist niemand ins Repair Café gekommen. Die Gänge der Sprachschule an der Sophie-Charlotte-Straße sind voll. Klaus Betz, der am Eingang zum improvisierten Werkstattraum die Warteliste führt, muss bereits kurz nach der Öffnung Interessenten abweisen. "Das ist mir noch nie passiert", sagt der Vorsitzende "Kiezbündnis Klausener Platz" in Charlottenburg, das die Selbsthilfewerkstatt organisiert.

Drei der sonst sechs Handwerker, die für die Nachbarschaft ehrenamtlich defekte Geräte und Haushaltsgegenstände reparieren, sind an diesem Donnerstag ausgefallen. "Einer hat Urlaub, zwei sind krank. Da ist nichts zu machen", sagt der pensionierte Medienwissenschaftler.

Bei Wartenummer 17 ist deshalb an diesem Tag schon Schluss. Monika Matthias gehört zu den Glücklichen, die einen Platz auf der verkürzten Warteliste ergattert haben. Die Frau ist mit der S-Bahn aus Wilmersdorf gekommen, um eine kleine Digitalkamera instand setzen zu lassen. "Ein Geschenk eines Freundes", erzählt sie und zeigt, dass das Zoomobjektiv sich nicht mehr bewegen lässt. Sie halte nichts davon, alles gleich wegzuwerfen, sagt sie, und die kleine Kamera sei eben handlich und praktisch. Vom Repair-Treff in Charlottenburg hat sie von Bekannten erfahren.

Die Nachfrage nach weiteren Terminen ist groß

Die Reparatur-Nachmittage an der Sophie-Charlotte-Straße finden nur einmal im Monat statt. Entsprechend groß ist der Andrang. "Die Menschen stehen neuerdings schon ...

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