Selenskyj macht Frontbesuch im Süden des Landes - Donbas weiter umkämpft

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich bei einem erneuten Frontbesuch ein Bild von der Lage im Süden des Landes gemacht. In der Stadt Mykolajiw nahm er die Zerstörungen in Augenschein und zeichnete politische Vertreter mit Orden aus.

Kurz nach Kriegsbeginn vor drei Monaten schien Mykolajiw kurz vor dem Fall. Ukrainische Truppen konnten den Vormarsch der russischen Armee jedoch stoppen. Dem ukrainischen Generalstab zufolge konzentriere die russische Armee ihre Kräfte jetzt auf die Städte Sjewjerodonezk und Bachmut im Osten der Ukraine.

Taktische Angriffe außerhalb von Sjewjerodonezk

Oleksandr Shtupun, Sprecher der ukrainischen Armee, erklärte, in Richtung Sjewjerodonezk beschieße der Feind weiterhin Stellungen und zivile Infrastrukturen nahe Lysychansk, in den Orten Metjolkine, Ustynivka und Woronowe, mit Kanonenartillerie und Mehrfachraketenwerfern.

Die Kämpfe um Sjewjerodonezk dauerten an. Das russische Militär versuche mit taktischen Angriffen außerhalb der Stadt seine Stellungen zu verbessern, was bislang jedoch nicht gelungen sei.

Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, teilte mit, seinen Einheiten sei ein wichtiger Schlag gegen die Nachschubversorgung der ukrainischen Armee in der Donbass-Region gelungen.

In den Gebieten Krementschuk und Lyssytschansk seien Ölraffinerien und Treibstofflager, die für die Versorgung des ukrainischen Militärs im Donbass bestimmt waren, mit hochpräzisen Luft- und Bodenwaffen,zerstört worden.

Für die Menschen in Lyssytschansk, der Nachbarstadt von Sjewjerodonezk, die sich immer noch unter ukrainischer Kontrolle befindet wird die wird die Lage immer gefährlicher:

Da es den russischen Truppen nicht gelinge vorzurücken, würden sie wahllos aus der Luft beschießen, erklärte der Gouverneur der Region Luhansk. Serhij Hajdaj.

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