Selfie-Video überführt Autobahn-Raser

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Die Polizei in Düsseldorf erwischte drei Raser, die ein illegales Rennen ausgetragen hatten. Auf die Spur führte sie dabei ein Selfie-Video auf Sozialen Medien.

Der Tacho im Video der Raser zeigt 305 Stundenkilometer an. Rekordverdächtig, wie die Polizei mitteilte. (Quelle Polizei Düsseldorf)
Der Tacho im Video der Raser zeigt 305 Stundenkilometer an. Rekordverdächtig, wie die Polizei mitteilte. (Bild: Polizei Düsseldorf)

Das Rennen, bei dem sich die Fahrer teilweise hochriskante Überholmanöver lieferten, hatte bereits im März diesen Jahres stattgefunden. Auf der A46 zwischen Haan-Ost und Düsseldorf-Bilk waren die drei Wagen nachts über die Autobahn gerast. Ein Zeuge hatte die Polizei verständigt, die die Untersuchung aufnahm, wie das Nachrichtenportal Tag 24 berichtet.

Sicherheitskameras eines Tunnels unter dem Universitäts-Gelände hatten den Audi R8, den BMW M3 und den Mercedes AMG bei dem illegalen Rennen gefilmt. Die Hinweise und Videoaufnahmen ließen die Beamten in Richtung einer bestimmten Gruppe ermitteln. Auf deren Social Media-Accounts tauchte schließlich ein Video auf, das den entscheidenen Hinweis lieferte. Einer der Fahrer hatte sich bei dem Rennen selbst gefilmt. Sein Handy-Video zeigt sogar den Tacho bei einer Geschwindigkeit von über 300 Stundenkilometern. 

Razzia bei den Rasern

Die angezeigte Geschwindigkeit auf dem Tacho von 305 km/h bezeichnete die Düsseldorfer Polizei als rekordverdächtig. Die Polizei durchsuchte mit einem Gerichtsbeschluss die Wohnungen der Verdächtigen und stellte dabei umfangreiche Beweise sicher. Sowohl der Audi, als auch der Mercedes wurden beschlagnahmt. Den BMW hatte sein Besitzer in der Zwischenzeit verkauft.

Fürs Erste aus dem Verkehr gezogen: Die Polizei beschlagnahmte diesen Audi R8. (Quelle: Polizei Düsseldorf)
Fürs Erste aus dem Verkehr gezogen: Die Polizei beschlagnahmte diesen Audi R8. (Quelle: Polizei Düsseldorf)

Wie die Polizei mitteilte, hatten die jungen Männer zwischen 22 und 23 sich die teuren Sportwagen selbst geleistet oder von ihren Eltern bezahlt bekommen. Nicht nur die Autos sind inzwischen beschlagnahmt worden, ihre Führerscheine mussten die mutmaßlichen Autobahn-Raser ebenfalls abgeben. Ihnen droht nun eine Geldbuße und sogar eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren, die noch höher ausfallen könnte, sollte eine akute Gefährdung anderer durch das Rennen nachgewiesen werden können. Neben den drei Hauptverdächtigen ermittelt die Polizei auch noch gegen zwei mutmaßliche Unterstützer des Trios. 

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