Seltene Katze sieht aus wie ein Werwolf

Die sogenannte Werwolf-Katze, international als Lykoi bekannt, ist enorm selten. Talana Potgieter aus Südafrika teilt sich ihr Heim mit einem Exemplar dieser Rasse und wagte ein professionelles Fotoshooting.

Die zweijährige Lobo ist eine Werwolf-Katze. (Bild: Caters)

So wirklich amüsiert sieht die zweijährige Lobo auf den Aufnahmen nicht wirklich aus. Wohl aber fangen die Bilder den Anmut und zugleich auch die Sonderbarkeit der Lykoi gut ein. Mancher Betrachter wird sich an Hollywood- oder Animationsfilme erinnert fühlen, in denen ein Werwolf über die Leinwand wandert.

Die großen Ohren in Kombination mit den leuchtend gelben Augen sind durchaus beeindruckend. Unterwolle ist ihnen fremd. Dazu kommt die sehr unregelmäßige Behaarung, die nur Teile des Körpers bedeckt und an vielen Stellen so dünn ist, dass die Tiere aus manchem Winkel wie eine Nacktkatze erscheinen.

Um diese Ähnlichkeit zu unterstreichen, hat Potgieter für manche Aufnahmen eine weitere Katze hinzugezogen. Schnell wird klar, wo die Lykoi ihren Ursprung haben.

Lobo ist eine Werwolf-Katze. (Bild: Caters)

Mutation sorgt für besonderes Aussehen

Die Geschichte der Rasse ist dabei noch äußerst jung. Erst 2010 begegnete die Züchterin Patti Thomas zwei Katzen, die sich in kein anderes Rassenbild einordnen ließen. Vorerst ging sie von einer Krankheit aus und ließ die beiden Tiere untersuchen.

Dabei stellte sich heraus, dass die Lykoi eng mit den Sphynx-Katzen verwandt sind. Sie entstehen durch eine natürlich Genmutation, die die Haare in ihrer charakteristischen Art sprießen lässt. Allerdings wird diese Mutation rezessiv vererbt, was das Auftreten äußerst selten macht. Beide Eltern müssen über das Gen verfügen, damit sich die Katze schließlich nach dem Lykoi-Typ ausprägt.

Offiziell festgehalten wurden die Lykoi schließlich 2012 als Rasse. Seitdem hat sich die Aufmerksamkeit schon etwas vermehrt, weltweit werden aktuell etwa 30 Züchter verzeichnet. Aufgrund ihres Aussehens sind die Tiere sehr beliebt, ein Junges wird meist für rund 1.500 - 1.800 Dollar verkauft.

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Lobo ist eine Werwolf-Katze. (Bild: Caters)

Werwolf-Katzen sind verspielt und anhänglich

Ihre Beliebtheit dürfte auch auf ihren Charakter zurückzuführen sein. Trotz ihrer Ähnlichkeit zu Werwölfen aus Film und Fernsehen sind die Tiere natürlich alles andere als gefährlich. Vielmehr gelten sie nach Rassestandard als verspielt, anhänglich und äußerst neugierig.

Mit anderen Artgenossen, das ist auf den Bildern unschwer zu erkennen, haben sie in der Regel keine Probleme. Die Ernährung ist ganz normal und besondere Krankheiten der Rasse sind bislang nicht bekannt. Besitzer betonen die enorme Treue, die schon fast an Hunde erinnert.

Wer nun schon darüber nachdenkt, sich einen Werwolf ins Haus oder die Wohnung zu holen, sei aber gewarnt: Mehrmals pro Jahr verlieren die Lykoi ihr komplettes Haar. Die zwischen 3 und 5 Kilo schweren Tiere sind dann für eine Zeit komplett nackt und erhalten erst nach einiger Zeit wieder ihr Aussehen.

Lobo ist eine Werwolf-Katze. (Bild: Caters)

Achtung vor Sonnenbrand auf heller Haut

Wer zudem mit Nacktkatzen - oder auch Nackthunden - vertraut ist, weiß: Deren Haut kann durchaus empfindlich sein. Gerade bei heller Haut droht schnell ein Sonnenbrand.

Wieder absolut positiv ist zu sehen, dass die Tiere weder den Mond anheulen, noch bei Vollmond durch den Wald huschen und den ein oder anderen Menschen auf dem Gewissen haben. In Deutschland ist bislang leider noch kein Züchter bekannt, die einzige bekannte “deutsche” Werwolf-Katze stammt von einem Züchter aus Prag.