Interview: Kalayci: Kontakte und Feiern in Berlin wieder beschränken

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Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) ist im Stress: Die Corona-Zahlen in Berlin steigen und steigen, es gibt viele Besprechungstermine – mit dem Rat der Bürgermeister, mit den Bezirksstadträten, mit den anderen Senatoren. Am Dienstag will der Senat beschließen, wie es weitergehen soll.

Berliner Morgenpost: Frau Kalayci, wie schätzen Sie die aktuelle Corona-Lage in Berlin ein?

Dilek Kalayci: Die Lage ist höchst kritisch. Bislang sind wir in der Pandemie sehr gut durchgekommen. Obwohl wir eine Metropole sind, trotz der Gefahr also, dass Berlin ein Corona-Hotspot wird, hatten wir immer unterdurchschnittliche Infektionszahlen im Bundesvergleich und auch im internationalen Vergleich. Wir haben im Bundesvergleich jetzt höhere Infektionszahlen, und zurzeit ist Berlin Spitzenreiter bei den Neuinfektionen. Wir kommen derzeit auf etwa doppelt soviel Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern wie der Bundesdurchschnitt. Das macht uns natürlich sehr große Sorgen. Wir müssen handeln. Wir müssen weitere Einschränkungen beschließen, die auch in der Breite wirken. Darüber werden wir aber nächsten Dienstag im Senat beraten. Einschränkungen sind übrigens keine Strafen, sondern Regeln, die unser Zusammenleben in Berlin schützen.

Besonders in den Innenstadtbezirken ist die Situation kritisch. Wird Berlin zum Risikogebiet?

In den Innenstadtbezirken ist die Lage sehr bedenklich. Würden wir hier die Ampel anmachen, so stände sie für Friedrichshain-Kreuzberg auf Rot und auch für Mitte, Neukölln u...

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