Sensationsfund bei "Terra X": Dirk Steffens ergründet erstmals das Windloch

Elisa Eberle
·Lesedauer: 2 Min.
Erstmals erforscht Dirk Steffens mit einem Filmteam das Windloch in Nordrhein-Westfalen. (Bild: ZDF / Dirk Steffens)
Erstmals erforscht Dirk Steffens mit einem Filmteam das Windloch in Nordrhein-Westfalen. (Bild: ZDF / Dirk Steffens)

In der letzten Folge der aktuellen Staffel "Terra X: Faszination Erde mit Dirk Steffens" erforscht Dirk Steffens die Unterwelt. Den Jahrhundertfund im "Windloch" fängt er dabei erstmals seit seiner Entdeckung mit der Kamera ein.

Für die einen ist sie die Grundlage der modernen Zivilisation, für die anderen ein Ort voller Mythen und Legenden. Doch egal, warum sie sich dafür interessieren, die Unterwelt fasziniert seit Jahrhunderten die Menschheit. Kein Wunder also, dass der Moderator und Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens ausgerechnet diesem Teil unseres Planeten die letzte Folge der aktuellen Staffel seiner Reihe "Terra X: Faszination Erde mit Dirk Steffens" widmet. In der ZDFmediathek ist der Film "Terra X: Faszination Erde - mit Dirk Steffens: Im Sog der Unterwelt" ab sofort abrufbar. Am kommenden Sonntag, 7. März, läuft er zudem um 19.30 Uhr regulär im ZDF.

Zusammen mit seinem Filmteam reist Steffens an verschiedene Orte in Europa. Sie alle haben gemeinsam, dass sich in ihren Tiefen unglaubliches abspielt: Im sogenannten "Windloch" unter dem Mühlenberg in Nordrhein-Westfalen etwa entdeckten Forscher 2019 die größte sogenannte "Eisblüte" Europas. Dabei handelt es sich um einen Aragonitkristall, der viele Jahrtausende ungestört wachsen konnte.

Erstmals seit seiner Entdeckung darf nun ein Filmteam Aufnahmen von dem Kristall machen. Dirk Steffens ist überhaupt erst der siebte Mensch, der das faszinierende Gebilde zu Gesicht bekommt. Dafür kämpft sich der 53-Jährige zusammen mit dem Höhlenforscher Stefan Voigt in einer 20-stündigen Expedition durch das rund acht Kilometer lange Gängesystem. Auf Grundlage dieser Aufnahme entwickelte das ZDF zudem ein 3-D-Modell, welches Interessierte in einer virtuellen Tour ab Sonntag, 7. März, auf terra-x.zdf.de erforschen können.

Erst 2019 wurde die größte sogenannte "Eisblüte" Europas in einer Höhle in Nordrhein-Westfalen entdeckt. Dirk Steffens ist einer der wenigen, die dieses Phänomen begutachten dürfen. (Bild: ZDF / Oliver Roetz)
Erst 2019 wurde die größte sogenannte "Eisblüte" Europas in einer Höhle in Nordrhein-Westfalen entdeckt. Dirk Steffens ist einer der wenigen, die dieses Phänomen begutachten dürfen. (Bild: ZDF / Oliver Roetz)

Ursprung unserer Gesellschaft

Doch auch in der italienischen Stadt Triest erwartet Steffens ein besonderes Phänomen: die sogenannte Verkarstung. Was es damit auf sich hat und wie sie das Leben der Menschen vor Ort beeinträchtigt, dokumentiert der 45-minütige Film.

Allerdings sind es nicht nur die natürlichen Ereignisse, die der Wissenschaftsjournalist in seinem Beitrag behandelt: Er beschäftigt sich auch mit einigen Mythen und Legenden, die sich seit jeher um Höhlen und den Untergrund ranken. In Slowenien etwa glaubten die Menschen, dass Drachen unter ihren Füßen hausten. Nach längeren Unwettern wurde häufig sogar ihre Brut in die oberirdischen Bäche gespült. Heute wissen Forscher es besser: Bei den ausgeschwemmten Tieren handelt es sich um Grottenolme.

Zuletzt geht Steffens der Bedeutung des Untergrunds für unsere heutige Gesellschaft nach. Dafür besucht er sowohl stillgelegte Bergwerke in Deutschland als auch steinzeitliche Höhlen in Frankreich. Letztere werden bis heute von einer Reihe mysteriöser Malereien geziert. Was es wohl damit auf sich hat?

Leben in dieser Tropfsteinhöhle wirklich Drachen? Dirk Steffens geht einem alten Mythos auf den Grund. (Bild: ZDF / Ulla Lohmann)
Leben in dieser Tropfsteinhöhle wirklich Drachen? Dirk Steffens geht einem alten Mythos auf den Grund. (Bild: ZDF / Ulla Lohmann)