Serie Berliner Champions: Ohne Kuchen geht es bei Judoka Carolin Weiß nicht

Warum die Schwergewichtlerin Carolin Weiß aus Berlin mit großem Selbstvertrauen zur Judo-EM nach Polen reist und nie auf Süßes verzichten muss.

Berlin.  Carolin Weiß backt leidenschaftlich gern. Am liebsten Erdbeerkuchen, aber auch Cupcakes, jene kalorienreichen Küchlein mit Cremehaube. Auch wenn sie an diesem Donnerstag zum Judotraining geht, wird sie wieder einen Kuchen dabei haben, denn es ist ihr 24. Geburtstag. Allerdings werden nicht alle ihrer Trainingskollegen davon naschen dürfen: Judo ist eine Sportart, in der die meisten Athleten penibel darauf achten müssen, ihre Gewichtsklasse zu halten – Kuchen kommt da eher ungelegen. Nur Schwergewichtler wie Carolin Weiß müssen nicht ganz so streng Diät halten. "Ich kann essen, was ich will", sagt sie, "da sind die anderen immer ein bisschen neidisch."

103 Kilo bringt die Berlinerin momentan auf die Waage, damit ist sie in der Schwergewichtsklasse (78+) sogar noch eine der Leichteren. Einige ihrer Gegnerinnen wiegen bis zu 130 Kilo. Das geringere Kampfgewicht macht Weiß aber mit Tempo und Beweglichkeit wett. Sie ist zudem technisch versiert und profitiert deshalb besonders von den neuen Judo-Regeln, die der Weltverband derzeit noch bis zur WM im August ausprobiert und danach vermutlich fest einführen wird.

Unter anderem gibt es nur noch zwei statt drei Wertungen: den vollen Punkt (Ippon) und die kleine Wertung (Waza-ari); zudem führen nun schon drei statt bislang vier Verwarnungen zur Disqualifikation. Die neuen Regeln sollen die Judokas dazu bewegen, im Wettkampf aktiv und nicht passiv zu kämpfen. Carolin Weiß begrüßt die Neuerungen. "Ich finde das gut", sagt sie. "Es wird wied...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen