Serien- und Filmnachschub: Es wird keinen Hollywood-Streik geben

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Eine Gewerkschaft von Filmschaffenden und Vertreter der Studios haben sich auf bessere Arbeitsbedingungen geeinigt. Ein drohender Streik konnte damit vorerst abgewandt werden.

Arbeiterinnen und Arbeiter aus der Film- und Serienbranche werden nun doch nicht ab Montag streiken. (Bild: gnepphoto/Shutterstock.com)
Arbeiterinnen und Arbeiter aus der Film- und Serienbranche werden nun doch nicht ab Montag streiken. (Bild: gnepphoto/Shutterstock.com)

Rund 60.000 Menschen aus der Film- und Serienbranche sollten ab dem 18. Oktober mit einem landesweiten Streik in den USA auf Missstände bei den Arbeitsbedingungen in der Entertainment-Industrie hinweisen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher hätte dies schlimmstenfalls bedeutet, dass die Produktionen kommender Titel auf unbestimmte Zeit still stehen und sich die Veröffentlichung der Inhalte womöglich deutlich verschiebt. Nun kam es allerdings zu einer vorläufigen Einigung.

Höheres Gehalt und längere Ruhepausen

Die International Alliance of Theatrical Stage Employees (IATSE) forderte in Verhandlungen mit der Alliance of Motion Picture and Television Producers (AMPTP) unter anderem Lohnerhöhungen für die Angestellten. Dies sagten die Vertreter der Studios der Gewerkschaft nun auch für drei Jahre zu, wie IATSE bekannt gegeben hat. 40.000 Arbeiter sind demnach davon betroffen. 

Die Einigung umfasst zudem neue Regelungen, wie tägliche Ruheperioden von mindestens zehn Stunden ohne Ausnahmen und 54 Stunden Ruhe an Wochenenden. Über die genauen Details sollen die Angestellten zu Beginn der Woche informiert werden. Matthew Loeb, International President von IATSE, sprach in einer Mitteilung von einem Ende wie in der Traumfabrik. 

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Äußerst "glücklich", zeigte sich darüber auch die Schauspielerin Juliette Lewis (48). Die Einigung und die Maßnahmen seien "das Richtige" gewesen, erklärte sie bei Instagram. Sie war dort zuvor auch ausführlich auf die schwierigen Arbeitsbedingungen in der Branche eingegangen und rief ihre Kollegen unter anderem dazu auf, darüber zu sprechen, dass es vollkommen normal sein könne, manchmal sechs Tage die Woche für 15 bis 17 Stunden täglich zu arbeiten. 

Die Crew tauche aber noch Stunden vor den Schauspielern auf und gehe auch erst nach diesen nach Hause. Dazu werde Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oftmals gedroht, dass auch jemand anderes ihren Job machen könne. Produzenten verlangten von den Angestellten, "unermüdlich zu arbeiten und stets Wunder zu vollbringen, um ihnen 'Geld zu sparen', statt Zeitpläne zu erstellen, die ohne diesen ständigen Druck umsetzbar sind".

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