Service-Debakel: Für Air Berlin geht es um die Existenz

Von Januar bis April flogen 10.006.059 Passagiere ab Schönefeld und Tegel. Das ist ein Plus von 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Wenn man schon kein Glück hat, dann kommt auch noch Pech hinzu. Mit dieser alten Sportmetapher lässt sich beschreiben, was gerade Air Berlin widerfährt. Die Berliner Fluglinie kämpft um ihre Existenz, und der Laie wundert sich, wieso nach mehreren Jahresverlusten in dreistelliger Millionenhöhe überhaupt noch ein roter Jet in die Luft geht. Ein Teil des Elends hat die Verzögerung am BER verursacht, weil die Strategie eines Drehkreuzes eben nur an einem modernen Flughafen umzusetzen ist. Jetzt schrumpft Air Berlin. Und hat obendrein ein veritables Zusatzproblem, das zum Teil hausgemacht ist.

Besserer Service und mutmaßlich auch geringere Kosten für das Bodenpersonal waren die Treiber hinter der Entscheidung des Managements, den Bodendienstleister am Heimatairport Tegel zu wechseln. Aber damit haben sich die Manager selbst geschadet. Dabei ist der neue Partner nicht irgendwer, sondern Aeroground, die Tochterfirma des Flughafens München, der dem Land Bayern und der Stadt München gehört. Aber was die Bayern in Berlin abliefern, spottet jeder Beschreibung. Zu wenige Mitarbeiter, klapprige Busse, veraltetes Gerät. Wie die Münchener sich so als Partner für weitere Flughäfen empfehlen wollen, bleibt schleierhaft.

Wo aber die Aeroground nun womöglich um ihre Expansionspläne fürchten muss, geht es für Air Berlin mehr denn je um die Existenz. Bisher waren die Kunden von der finanziellen Krise wenig berührt. Das ist jetzt anders. Das Chaos strahlt aus, schädigt den Flugbetrieb in Tegel insg...

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