Sexuelle Belästigung: Trump unterstützt Fox-Moderator O’Reilly nach Vorwürfen

Prominente Werbekunden meiden den Fox-Moderator bereits.

Die Liste ist eindrucksvoll. Und sie wird immer länger. Knapp zwei Dutzend Firmen hatten am Mittwochmorgen angekündigt, keine Werbung mehr in der täglichen Polit-Talkshow von Bill O’Reilly schalten zu wollen. Der 67-jährige Moderator ist das Aushängeschild des konservativen US-Senders Fox und sieht sich mit massiven Vorwürfen der sexuellen Belästigung jüngerer Kolleginnen konfrontiert. Am Ende des Tages war die Boykottliste der Anzeigenkunden auf fast 50 Namen angewachsen – darunter die Tochterunternehmen der deutschen Konzerne Daimler, BMW und Bayer.

„Die Anschuldigungen sind verunsichernd“, erklärte ein Sprecher der nordamerikanischen  Mercedes-Benz: „Angesichts der Bedeutung von Frauen für unser Geschäft haben wir den Eindruck, die Sendung ist kein gutes Umfeld, um unsere Produkte anzupreisen.“ Ein Bayer-Sprecher sagte: „Bayer unterstützt eine sichere und respektvolle Umgebung für Frauen.“ Man habe dem Sender Fox seine Besorgnis mitgeteilt und alle Werbespots aus O’Reilly’s Sendung abgezogen. Die übrigen japanischen, französischen und amerikanischen Unternehmen handelten genauso. „Wir arbeiten mit Sendern zusammen, die unsere Werte der Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Vielfalt teilen“, hieß es bei Hyundai.

Trumps ganz subjektiver Zugang

Nur US-Präsident Donald Trump sieht die Sache anders. Und er hat wie immer einen ganz subjektiven Zugang. Er kenne den Moderator gut, sagte Trump in einem Interview der New York Times: „Er ist ein feiner Kerl.“ Immerhin gehört die Sendung „The O’Reilly Factor“ mit Einschaltquoten von fast vier Millionen Zuschauern und ihrer demonstrativ politisch-unkorrekten...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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