Sicherheitsabkommen: Polen soll ukrainische Militäreinheit ausbilden

Sicherheitsabkommen: Polen soll ukrainische Militäreinheit ausbilden

Ukraine und Polen haben ein bilaterales Sicherheitsabkommen abgeschlossen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich mit dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk in Warschau getroffen, um über weitere Unterstützung der Ukraine und eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen zu sprechen.

Wir danken Ihnen für Ihre Solidarität mit unserem Land und unserem Volk.

Selenskyj teilte die Nachricht über das Sicherheitsabkommen in einem Beitrag auf X mit und erklärte, das "beispiellose Dokument" beinhalte auch die Ausbildung einer neuen freiwilligen ukrainischen Militäreinheit, der Ukrainischen Legion, auf polnischem Gebiet.

"Wir danken Ihnen für Ihre Solidarität mit unserem Land und unserem Volk und für all Ihre Unterstützung und Hilfe", so Selenskyj.

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk bestärkte seine Intention, die Ukraine in Sicherheitsfragen noch mehr zu unterstützen.

Wir Polen helfen der Ukraine.

"Wir Polen helfen der Ukraine. Unserer Freundschaft und der Solidarität willen. Aber auch, wegen unserer eigenen Interessen. Wer heute die Ukraine verteidigt, verteidigt auch sich selbst. In Polen haben diese Worte eine besondere Bedeutung. Das ist vielleicht die beste Garantie für unsere sicherheitspolitische Zusammenarbeit. Wir haben heute ein gemeinsames Programm, ein gemeinsames Projekt, eine gemeinsame Sicherheit."

In Washington wird über die militärische Unterstützung der Ukraine beraten

Indes steht der NATO-Gipfel in Washington bevor. Staats- und Regierungschefs treffen zusammen, um über langfristige Sicherheit und die militärische Unterstützung der Ukraine zu beraten, die sich nun schon im dritten Kriegsjahr mit Russland befindet.

Die Gespräche finden zu einem tragischen Zeitpunkt für die Ukraine statt. Am frühen Morgen hat Russland einen groß angelegten Raketenangriff auf die Ukraine gestartet, wobei mindestens 36 Menschen getötet wurden. Auch ein Kinderklinikum in Kiew wurde getroffen.

Polen wird auf dem NATO-Gipfel von Präsident Andrzej Duda vertreten.

Das Land gehört zu den treuesten Unterstützern der Ukraine und wird nach Schätzungen der NATO in diesem Jahr 4,12 Prozent seines BIP für die Verteidigung ausgeben - doppelt so viel wie die Bündnisrichtlinien vorgeben.

Derweil hat die kürzlich gebildete niederländische Regierung ihre Unterstützung für die kriegsgebeutelte Ukraine ausgeweitet. Sie will F-16-Flugzeuge an Kiew liefern. Ein bestimmter Zeitraum dafür wurde nicht genannt.