Sicherheitsbranche: "Wir alle haben ein erhöhtes Schutzbedürfnis"

Rainer Ehrhardt, Chef von Gegenbauer Sicherheit und des Branchenverbandes BDSW in Berlin

Rainer Ehrhardt ist Chef der Gegenbauer Sicherheitsdienste und als Landesgruppenvorsitzender Berlin im Bundesverband der Sicherheitswirtschaft der oberste Repräsentant der Branche in der Stadt. "Wir haben zu viel zu tun", sagt er. Und nimmt sich dennoch Zeit für ein Gespräch.

Herr Ehrhardt, es ist verständlich, dass die Flüchtlingskrise der Sicherheitsbranche einen erheblichen Schub versetzt hat. Aber wie erklärt es sich, dass der Boom ungebrochen weitergeht?

Rainer Ehrhardt: Die Menschen, die zu uns gekommen sind, müssen ja immer noch in großer Zahl untergebracht werden. Dadurch ergeben sich weiterhin Aufgaben für Sicherheitsunternehmen. Inzwischen ist es aber auch das gesamte Umfeld. Wir alle haben ein höheres Sicherheitsbedürfnis. Obwohl wir nicht mehr so viele Neuankömmlinge regis­trieren, bleibt der Bedarf nach unseren Leistungen bestehen. Er hat sich nur verlagert.

Welche Rolle sollten private Sicherheitsdienste für die Sicherheitsarchitektur in Deutschland insgesamt spielen?

Die Innenministerkonferenz hat vor Jahren erkannt, dass die privaten Sicherheitsdienste ein Bestandteil der Sicherheitsarchitektur sind. In vielen Bundesländern gibt es Partnerschaften zwischen Polizei und Privaten. Das stellt hohe Qualitätsanforderungen an die Unternehmen, die in solchen Partnerschaften engagiert sind, deshalb machen das nur ein Teil der Firmen.

Wie äußert sich diese Partnerschaft? Werden Sie einbezogen bei Konzepten für Veranstaltungen oder Demonstrationen?

Ja, so kann man sich das vor...

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