Sicherheitslücke bei neuen Apple AirTags entdeckt

·Freiberufliche Journalistin
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Eigentlich ist Apple für seine hohen Sicherheitsstandards bekannt. Doch zum Start der AirTags gab es offensichtlich eine Panne. Das neue Gadget wurde bereits gehackt.

A woman looks at the screen of her mobile phone in front of an Apple logo outside its store in Shanghai, China July 30, 2017. REUTERS/Aly Song     TPX IMAGES OF THE DAY
(Bild: Reuters)

Erst im April dieses Jahres hatte Apple seine neuen AirTags vorgestellt. Die kleinen Helfer, die aussehen wie Knopfzellen-Batterien, sollen dafür sorgen, dass Nutzern künftig nichts mehr verloren geht.

Einmal am Schlüsselbund, Rucksack oder der Geldbörse angebracht, lassen sich die entsprechenden Gegenstände jederzeit via Smartphone-App orten. Auf dem Display werden dem Nutzer die Entfernung und die Richtung der gesuchten Dinge angezeigt. Auf Wunsch spielt ein AirTag über einen integrierten Lautsprecher auch einen Ton ab, der sich über die „Wo ist?“-App oder per Sprachbefehl an Siri auslösen lässt.

Apple verspricht Sicherheit

„Wenn du etwas in größerer Entfernung vergessen hast – zum Beispiel am Strand oder im Fitness­studio – hilft dir das ,Wo ist?‘ Netzwerk aus hunderten Millionen iPhone-, iPad- und Mac-Geräten auf der ganzen Welt bei der Suche nach deinem AirTag. Und alles wurde so entwickelt, dass deine Privatsphäre bei jedem Schritt geschützt ist“, verspricht Apple in der Werbung für das neue Gadget. Gewährleisten soll das ein „sicheres Bluetooth-Signal“, das anonym und verschlüsselt sei.

Die kleinen, runden AirTags sollen in Verbindung mit einem iPhone bei der Suche nach verlorenen Dingen helfen. (Bild Apple)
Die kleinen, runden AirTags sollen in Verbindung mit einem iPhone bei der Suche nach verlorenen Dingen helfen. (Bild Apple)

Das kalifornische Unternehmen ist für seine hohen Sicherheitsstandards bekannt und wird gerade deshalb von vielen Kunden sehr geschätzt. Umso erstaunlicher ist es, dass die erst seit dem 30. April dieses Jahres erhältlichen AirTags bereits gehackt werden konnten, wie das Computermagazin Chip berichtet.

Ein deutscher Sicherheitsforscher hat auf Twitter ein Video veröffentlicht, das zeigt, dass der AirTag „geknackt“ wurde und sich Cyberkriminelle auf diesem Weg Zugriff auf das Gadget verschaffen könnten.

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Hack könnte für Geld- und Datenklau genutzt werden

In der Theorie könne das bedeuten, dass AirTags von Hackern mit einer bösartigen URL versehen werden könnten. So sei es etwa möglich, Nutzer auf eine Internetseite weiterzuleiten, die es auf die Daten oder sogar das Geld des Anwenders abgesehen habe, erklärt Chip. Dem Video sei aber auch zu entnehmen, dass sich der Hack nicht einfach bewerkstelligen lasse, sondern dafür viel Zeit und „extensives Know-How von Nöten“ sei.

Zudem gehen die Experten des Computermagazins davon aus, dass Apple die Lücke sehr schnell mit einem serverseitigen Update schließen wird, so dass keine bösartigen, veränderten Versionen des neuen Gadgets in Umlauf kommen.

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