Sieben Gramm Hefe für zehn Euro

Verbraucherschützer warnen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie vor überteuerten Angeboten für Trockenhefe im Netz.

Hefe ist derzeit nicht so leicht zu finden im Supermarkt. (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Auf Ebay etwa fand die Verbraucherzentrale Brandenburg Offerten wie eine Tüte Trockenhefe mit sieben Gramm für zehn Euro plus 1,55 Euro Versandkosten oder 16 Beutel für 44,00 Euro ohne Versandgebühren. Damit sei die dort angebotene Hefe "durchweg fast teurer als Silber", kritisierte die Verbraucherzentrale am Freitag.

Ein Nutzer bot demnach den Tausch von Bettdecke und Kopfkissen gegen Trockenhefe an. Ein anderer bot zwei alte Bücher für 15 Euro - Trockenhefe gratis dazu, berichtete Lebensmittelexpertin Silke Vollbrecht von der Verbraucherschutzzentrale. Sie rief dazu auf, unseriöse Angebote bei den Portalen zu melden. Die Portale seien bemüht, Grundsatzverstöße so schnell wie möglich von der Plattform zu entfernen.

Der Verband der Hefeindustrie hatte vergangene Woche zu beruhigen versucht: Demnach gibt es trotz mancherorts leerer Regale genug Nachschub. "Die Hefeproduktion ist auch während der Corona-Krise gesichert".

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